+++ Exkursion zum Vogel des Jahres am Sonntag, 15. März 2026 um 13.30 Uhr +++

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Ein Blick hinter die Kulissen des Naturkundemuseums Stuttgart

Das Naturkundemuseum Stuttgart ist eine der 6 großen naturkundlichen Sammlungen in Deutschland und beherbergt mehr als 11 Mio. Objekte aus den Fachgebieten Botanik, Insektenkunde, Paläontologie und Zoologie.

Diese sind für die Öffentlichkeit im Allgemeinen nicht zugänglich.
Der langjährige Mitarbeiter des Museums Dr. Joachim Holstein wird uns in einen Teil dieser Bereiche führen und aufzeigen, dass das Naturkundemuseum nicht nur ein klassisches Museum ist, sondern längst eine außeruniversitäre Forschungsinstitution.

Treffpunkt: Vor dem Haupteingang des Naturkundemuseums am Löwentor

Leitung: Dr. Joachim Holstein

Uhrzeit: 10.00 Uhr

Datum: Dienstag, 14.04.2026

Anmeldung erforderlich bis zum 22.03.2026 unter info@nabu-fils-lauter.de oder 07161-84022 bei Michael Nowak,
max. 20 Personen.

Text: Michael Nowak



Biotoppflegemaßnahmen in der Immenhalde

Der nächste Einsatz steht schon wieder kurz vor der Türe.
Am Samstag, 7. 3. 2026 treffen wir uns dazu direkt vor Ort (siehe Anfahrtsskizze) ab 9:00 Uhr in der Immenhalde zwischen Süßen (am südlichen Ende des Industriegebiet Schelmenwasen) und Salach (Industriegebiet Dugendorf).

Die Pflegearbeiten werden wohl bis zum Mittag gehen. Es gibt auf jeden Fall viel zu tun.

An diesem Nordhang müssen die Obstbäume geschnitten und der Baumschutz für die Beweidung erneuert oder ausgebessert werden. Weiter ist der Rückschnitt einzelner Hecken im Randbereich geplant.

Wir würden uns über zahlreiche helfende Hände freuen. Gerne auch Rückmeldung, wer sich ein wenig Zeit einplanen kann.
Vielen Dank !

Bei eventuellen Rückfragen: Eberhard Herrmann, Markus Pressmar, Peter Menrad.

Bericht:

Frisch, aber topp Wetter!
Die umfangreichen Pflegearbeiten konnten bis zum Mittag von den 10 fleißigen Helfern erfolgreich abgeschlossen werden.

An diesem Nordhang wurden die Obstbäume geschnitten und der Baumschutz für die Beweidung erneuert und teilweise abgebaut, sowie die frischen Brombeertriebe ausgerissen.
Im halbvollen Teich entdeckten wir die ersten Laichballen von Fröschen.

Text: E. Herrmann; Bilder: E. Herrmann, W. Jakob und K. Dirr-Galisch



Biotoppflegemaßnahme Wiesgärten

Kaum ist die letzte Pflegemaßnahme verdaut, folgt schon die nächste.
Hierzu treffen wir uns direkt vor Ort in den Wiesgärten zwischen Süßen und Donzdorf am Samstag, 28.02.2026 ab 9:00 Uhr. (siehe Anfahrtsskizze 1 / Anfahrtsskizze 2)

Der Einsatz ist ganztägig (für Verpflegung wird gesorgt).
Jede helfende Hand ist herzlich willkommen
, egal ob nur für 1 Stunde oder mehr;
denn nur gemeinsam können wir die Einsätze meistern, um wertvolle Lebensräume für Fauna und Flora zu erhalten.

Die anfallenden Arbeiten – siehe Pflegeplan

Wozu machen wir das? Unsere Streuobstbäume benötigen den richtigen Schnitt, egal ob Erziehungs- oder Erhaltungsschnitt; zur Sicherung der feuchten Hochstaudenflur, dominierend vom Mädesüß und Zottigen Weidenröschen, erfolgt eine abschnittsweise Mahd zur Schonung der Fauna und um die Bestände der Sumpfdotterblume und in den Randbereichen die Sumpf-Schafgarbe und den Schlangen-Knöterich zu erhalten/fördern.
Dabei werden auch die Laichgewässer vom Grasfrosch & Co freigestellt.

Bei eventuellen Rückfragen: Peter Menrad: 07165-20018 oder am Tag vom Einsatz unter 0176-40462906.

Peter und ich werden bereits am Freitag, 27.02.2026 in Vorarbeit gehen, d.h., weitgehend die maschinellen Arbeiten ausführen. Wir treffen uns um 08:30/09:00 Uhr in den Wiesgärten. Wer hierzu uns maschinell oder von Hand (Freischneider, Motorsäge oder mit Forstsense) unterstützen möchte – sehr gerne.

Ich werde am Samstag nicht dabei sein - wünsche aber schon einmal gutes Gelingen und trockene Witterung.

 Bilder und Text von Michael Nowak 

Bericht:

Bei schönstem Frühlingswetter haben insgesamt 12 Helfer den Arbeitseinsatz durchgeführt, mit so einer starken Truppe waren wir dann schon zur Mittagszeit mit den meisten Arbeiten fertig.


Lediglich das neue Sandarium wurde am Nachmittag noch abschließend für die neue Saison hergerichtet!

Das gemeinsame Vesper  um 12 Uhr schmeckte nach so einer Arbeit und bei diesem Wetter besonders gut!

Der nächst Einsatz findet am kommenden Samstag in Süßen auf der Immenhalde statt, eine Einladung erfolgt noch!

Bilder und Text: Wolfgang Jakob



Biotoppflegeeinsatz auf der Bühlwiese

Der nächste Arbeitseinsatz ist bereits kommende Woche auf der Bühlwiese bei Süßen bzw. im Naturdenkmal Feuchtwiese Hürbelsbach (Schutzgebiets-Nr. 81170490013 mit knapp 1,2 ha), so die offizielle Bezeichnung.

Anstehende Arbeiten sind Kopfweiden schneiden, Weiden auf Stock setzen entlang vom Krebsbach sowie der Rückschnitt von Gehölzen und eine kleine Teilflächenmahd in der Hochstaudenflur. Das Schnittgut wird am Rand vom Grundstück zur Abholung aufgeschichtet.    Pflegeplan

Geplant ist, sofern es nicht stark regnet oder gar schneit, Samstag, 21.02.2026. Treffpunkt ab 13:00 Uhr direkt vor Ort  GPS:48°40'35"N 9°46'50"E  (siehe Anfahrtsskizze)

Ziel der Maßnahme ist u.a., den Bach auslichten, so dass genügend gut besonnte Abschnitte wieder entstehen und die Offenhaltung der Feuchtwiese. Wer also Lust und Zeit hat – wir freuen uns über eine kurze Rückmeldung, wer an dem Nachmittag helfen kann, herzlichen Dank. Bei Rückfragen: Michael Nowak, 07161-84022, unter info@nabu-fils-lauter.de oder am Tag vom Einsatz unter 0151-52995998.

Bericht:

Dauerregen – mal mehr, mal weniger. Kein optimales Wetter um draußen zu arbeiten.
Am Morgen hatten wir noch die Info über unsere WhatsApp-Dauerschaffer Gruppe gegeben, dass es vielleicht besser ist heute zuhause zu bleiben. Aber 3 alte Hasen, ein eingespieltes, regenressistentes Trio haben dem Wetter Paroli geboten; es konnten planmäßig sogar alle Arbeiten ausgeführt werden und waren sogar vor der Kaffeezeit noch fertig.

Was macht man nicht alles für die Gesundheit – die einen gehen Eisschwimmen oder halb nackt bei Minustemperaturen wandern und wir lassen uns bei der Biotoppflege halt bis auf die Haut einregnen.

Was wohl das Rostgans-Pärchen, welches sich unser Tun geraume Zeit anschaute, dabei dachte ?
"Haben die Zweibeiner denn kein Bürzeldrüsensekret mit wasserabstoßender Wirkung ?
Sehen so klitschnass aus, aber solange sie keine Federn lassen ist ja alles bestens."



 Bilder und Text von Michael Nowak 



Exkursion zum Vogel des Jahres 2026


Bild: Nabu

Am Sonntag, den 15.03.2026 findet eine Exkursion zum Vogel des Jahres 2026, dem Rebhuhn statt.
Ziel ist ein Gebiet im Raum Tübingen in dem vom NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen in den letzten Jahren in einem Projekt daran gearbeitet wurde, den noch vorhandenen Restbestand dieses Charaktervogel der offenen Feldflur zu sichern und ihm wieder zu mehr geeignetem Lebensraum zu verhelfen. Frau Kilchling-Hink zeigt uns am Nachmittag ab 15 Uhr den Lebensraum des Rebhuhns vor Ort und erzählt uns viel über die Lebensweise und das Schutzprojekt des Jahresvogels.
Am Abend, kurz vor Einbruch der Dunkelheit besteht die Möglichkeit, an einem Monitoring mit teilzunehmen und mit Glück das Rebhuhn dann auch zu verhören oder gar zu sehen!

Zur Fahrt nach Tübingen werden Fahrgemeinschaften gebildet.
Es ist eine Anmeldung erforderlich bis zum 01.03.2026 bei W. Jakob unter 07162 41055 oder info@nabu-fils-lauter.de !

Unkostenbeitrag: 5.- € pro Teilnehmer
Leitung: Frau Kilchling-Hink / Wolfgang Jakob
Treffpunkt: Parkplatz am Rathaus von Süßen um 13.30 Uhr

Text von Wolfgang Jakob



Obstbäume auf der Streuobstwiese richtig schneiden

Die Streuobstwiesenflächen um unsere Städte und Dörfer hier in der Region bereichern das Landschaftsbild und haben einen hohen Stellenwert in der Biodiversität.

Hochstämmige Obstbäume sind langlebige Gehölze, die bei guter Pflege ein Ertrags- und Lebensalter von fünfzig bis einhundert Jahren erreichen. Im Vordergrund steht in den ersten Jahren nicht der Fruchtertrag, sondern ein zügiger Aufbau des Kronengerüsts. Die Ertragsphase bei diesen Obstgehölzen beginnt in der Regel ab dem 7. bis 10. Standjahr und hat ihren Höhepunkt oft erst im Alter von 30 bis 50 Jahren.

Wir zeigen ihnen was sie bei einem Erziehungsschnitt in den ersten Jahren nach der Pflanzung von jungen Obstbäumen beachten müssen. Außerdem werden wir Ihnen auch einen Verjüngungsschnitt an alten Obstbäumen vermitteln und erklären warum wir gegen den Mistelbefall an unseren Apfelbäumen so intensiv vorgehen.

Der NABU Mittleres Filstal und Lautertal bietet schon seit vielen Jahren allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Obstbaumschnittkurs an.

Der findet am Samstag, 7. Februar 2026 um 13.00 Uhr in den Wiesgärten statt.
Ausweichtermin bei ganz schlechtem Wetter ist der 21. 2. am gleichen Ort auf der Wiese zwischen Süßen und Donzdorf nähe Baierhof.

Wolfgang Nägele, Peter Menrad, Markus Pressmar und Eberhard Herrmann freuen sich auf Ihr Interesse.
Bei Fragen wenden sie sich an Eberhard Herrmann, Tel.: 07162/6262 oder Wolfgang Jakob 07162/41055

Markus Pressmar erklärt wie wichtig es ist, dass die Veredlungsstelle bei der Pflanzung aus der Erde schaut.

An einem jungen Apfelbaum zeigt Wolfgang Nägele und Peter Menrad den Erziehungsschnitt.

Text und Bilder von Eberhard Herrmann


Bericht:

45 Interessierte Personen waren bei sonniger, frühlingshafter Witterung auf das Grundstück des Naturschutzbundes Mittleres

Filstal und Lautertal (NABU) in den Wiesgärten zwischen Süßen und Donzdorf gekommen, um Kenntnisse über den Baumschnitt an Streuobstbäumen zu erlernen oder zu erweitern. Wolfgang Jakob vom NABU begrüßte die Teilnehmer zu diesem Baumschnittkurs mit dem Schwerpunkt „Schnittunterweisung an Hochstämmen im Streuobstbau“.





Mit Hilfe von den 3 Profis im Obstbaumschnitt, Wolfgang Nägele, Peter Menrad und Markus Pressmar konnte in drei Gruppen der Erziehungsschnitt an frisch gepflanzten Apfelbäumen erläutert werden. Dieser muss in den ersten Jahren konsequent erfolgen, damit der Baum eine schöne und lichte Krone aufbaut. Fachmännisch demonstrierten sie, wie man Leitäste mit Holunderstreben abspreizt und Fruchtäste herunterbindet. Danach wurden 10- und 20-jährige Bäume geschnitten, um den Kursteilnehmern den Schnitt zur weiteren Entwicklung der Bäume zu demonstrieren. Ebenso wurden auch die alten Bäume thematisiert wie mit wenigen Schnitten diese vitalisiert und somit
wieder fit für weitere Jahre sind.


Markus Pressmar erklärt den Erziehungsschnitt eines ca. 5 Jahre alten Baums

Unsere Dörfer und Städte hier in der Region waren meistens umgeben von Streuobstwiesenbeständen. Baumaßnahmen haben diese wertvollen Lebensräume in den letzten Jahren erheblich reduziert. Deshalb müssen die Kommunen umdenken und sorgsamer und sensibel mit dem Grund und Boden ihrer Gemarkung umgehen, das meinten die drei Dozenten. Ebenso ermutigten sie die Kursteilnehmer, nicht nur ihren alten Baumbestand zu pflegen, sondern auch rechtzeitig mit Neupflanzungen zu verjüngen. Zudem ist ein immer stärkerer Mistelbefall der Apfelbäume zu beobachten. Der NABU und der Landkreis Göppingen haben Informationsbroschüren zu diesem Problem verfasst, in denen erklärt wird, wie wichtig es ist, bei der Baumpflege die Misteln zu entfernen.

An einem jungen Apfelbaum zeigen Wolfgang Nägele und Peter Menrad den Erziehungsschnitt.

Im Namen des NABU und der Kursteilnehmer bedankte sich Eberhard Herrmann bei Wolfgang Nägele, Peter Menrad und Markus Pressmar für ihre professionellen Ausführungen und wies darauf hin, dass an gleicher Stelle im nächsten Jahr wieder ein Schnittkurs stattfinden wird.

Bilder von Wolfgang Jakob und Eberhard Herrmann; Text von Wolfgang Jakob





Bericht der Mitgliederhauptversammlung am 17.Januar 2026

17 Mitglieder konnten von Vorstand Wolfgang Jakob begrüßt werden.
Danach folgte eine Gedenkpause für die verstorbenen Mitglieder !

Weiter ging es mit einem bebilderten Jahresrückblick vom Jahr 2025, vorgetragen von Wolfgang Jakob und Bernd Wacker. Dieser Jahresrückblick dient gleichzeitig als Tätigkeitsbericht des Vorstandes für das vergangene Jahr und konnte einmal mehr anschaulich belegen, dass auch im Jahr 2025 vieles von der NABU-Gruppe geleistet und gearbeitet wurde,
aber auch viel Schönes zusammen erlebt werden konnte!

Im Anschluss daran folgte der Kassenbericht, vorgetragen von Walter Schmid sowie der Bericht der Kassenprüfung, durchgeführt von Gebhard Schürle, gefolgt von der einstimmigen Entlastung des Kassierers und des gesamten Vorstandsteams.

Danach wurde eine Satzungsänderung beschlossen. Dabei ging es im Wesentlichen um Änderungen der Satzungen des Bundesverbandes sowie des Landesverbandes, diese Anpassungen sind auch immer in die Gruppensatzungen zu übernehmen.

Nach einem kurzen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im kommenden Jahr wurde der offizielle Teil der Mitgliederhauptversammlung gegen 21.30 Uhr beendet und die Besucher nutzten die Zeit danach für Gespräche und Diskussionen untereinander, ehe der Abend gegen 22.30 Uhr ausklang.

Text und Bild von Wolfgang Jakob



Biotopflegeeinsatz auf der Rauhen Wiese (Westliche Birkenhülbe)

Teil 1 unserer gemeinsamen Biotoppflegeaktion, zusammen mit dem Bund Naturschutz Alb-Neckar,
erfolgreich gemeistert.

Dazu haben sich am 17. Januar 2026 10 Helferinnen und Helfer getroffen, um die bereits umgesägten Weiden aus der Fläche rauszuziehen und am Wegrand für den Abtransport aufzuschichten.
Da an dem Tag noch andere Termine anstanden „han mir gschaffd wia die weldmeischdr“. „

„Schaffa kennd aber au so schee sei, wenns net so a Gschäfd wär“ hätte sich so mancher Schwabe dabei gedacht.
Aber was macht man nicht alles um die einmaligen Überbleibsel einer ganz besonderen Pflanzen- und Tiergesellschaft eines alten Landschaftsbildes zu erhalten. Ziel der ganzen Aktion war, dass die sogenannte Gehölzsukzession (dort primär die Mandelweide Salix triandra), welche die gefährdeten Pflanzengesellschaften zunehmend beschatten, zurückzunehmen.

Im Tal war es sonnig und der Schnee schon weitgehend weg. Auf der Alb hingegen noch Schneereste und ziemlich neblig, nahezu mystisch, wie es sich für „Moorlandschaften“ gehört.

Aus dem Heimatbuch von Böhmenkirch kann man eine treffende Beschreibung des Ulmer Historikers und Topograph Johannes Hercules Haid aus dem Jahre 1786 entnehmen und verhalf der „Rauhen Wiese“ erstmals zu literarischem Ruhm: „Auf dem Wege nach Steinenkirch, wohin beinahe 2 Stunden sind, kommt man über das rauhe Ried, eine Ebene, welche ganz diesen Namen verdient; dürres Gras ohne Blumen, die Rainen ausgenommen, große Erdfälle, gegen Röthenbach tiefes Sumpfland, erschreckt jeden Wanderer“.

Da schlägt unser Herz höher – was für eine großartige Naturlandschaft es damals doch war und
wie wertvoll unser Einsatz für das Verbliebene stets ist !

Text von Michael Nowak und Bilder von Eberhard Herrmann



Pressemitteilung des NABU Mittleres Filstal und Lautertal

05.01.2026

Meise, Kleiber und Rotkehlchen richtig füttern - NABU-Tipps zur fachgerechten Winterfütterung von Gartenvögeln

Die kalte Jahreszeit bleibt uns mit Frost, Schmuddelwetter und Regen wohl noch eine Weile erhalten,
deshalb ist es noch immer zu empfehlen, die Futtergeräte für die Winterfütterung bereit zu stellen und für schmackhafte Körner und Mischungen zu sorgen.

Die Winterfütterung erlebt eine Renaissance bei uns im mittleren Filstal und das ist sehr erfreulich, betont der NABU im „Mittleren Filstal und Lautertal“. Angesichts des zunehmenden Vogelschwunds möchten viele Menschen selbst einen Beitrag leisten, damit Gartenvögel besser durch den Winter kommen.

Optimal wäre es, wenn unsere Vögel wieder das ganze Jahr über in freier Natur satt werden und sich in naturnahen Gärten und einer bunten Kulturlandschaft an einer Vielzahl an Beerensträuchern sowie Samen und Körnern, zum Beispiel auf Stoppelfeldern, bedienen könnten!
Zusätzlich ist das Füttern ein schönes Naturerlebnis, bei dem Artenkenntnisse vermittelt werden und vor allem auch Kinder und Jugendliche die flinken Flugkünstler aus nächster Nähe erleben können.

Wer am Futterplatz viele verschiedene Vogelarten beobachten kann, befasst sich eher mit deren Lebensweise, ihren Gefährdungen und ihrem Schutz, das gilt auch für Kinder. So kann das Füttern von Vögeln zum Naturerlebnis werden, insbesondere Kinder sind regelrecht begeistert, wenn sich die verschiedensten Vogelarten an der Futterstelle einfinden!

Klar ist: Nicht jedes Futter schmeckt auch jedem Vogel.
Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne, Freiland-Futtermischungen enthalten zusätzlich andere Samen verschiedener Größe, die von der einen oder anderen Arten bevorzugt werden.

Grundsätzlich gibt es reine Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern, diese sind mit einem kräftigen Schnabel ausgerüstet und fressen am liebsten Sonnenblumenkerne, Hanf und andere Sämereien.
Daneben überwintern bei uns die Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel und Star. Sie bevorzugen tierische Kost oder nur sehr feine Sämereien. Hinzu kommen die flexiblen „Allesfresser“ wie Meisen, Spechte und Kleiber, die im Winter von Weichfutter auf Körner umstellen.

Wer also eine Vielzahl an Vögel beobachten möchte, kann mehrere Plätze mit unterschiedlicher Nahrung anbieten,
dann ist für jeden etwas dabei!

Für die einen kann in Bodennähe ein Futterspender mit Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie aufgestellt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass dieses Futter nicht verdirbt. Es gibt spezielle Bodenfutterspender, die sich dafür besonders eignen. Wer Vögeln mit Füttern durch den Winter hilft, sollte aber einige Grundregeln beachten, es sollte peinlich auf Sauberkeit am Futterplatz geachtet werden. Futterröhren mit nachrutschendem Futter, Fettblockhalter und andere, kleinere Futtergeräte sind deshalb die bessere Wahl. Eine Großkantine für Vögel birgt das Risiko, dass sich Krankheitskeime ausbreiten können.“ Für die Weichfutter- und Allesfresser eignen sich auch Fett-Körner-Mischungen wie Meisenknödel und Ringe, sofern sie gut erreichbar und nicht in Plastiknetze verpackt sind.

Die drei goldene Regeln zur Winterfütterung zusammengestellt:
1. Keine Speisereste verfüttern – am gefährlichsten sind gesalzene Speisen!
2. Artgerechtes Futter für die Vögel verwenden: Energiereiche Samen und Nüsse wie Hafer, Maisflocken, Sonnenblumenkerne. Die Mischung machts, damit Feinfresser wie Rotkehlchen und Heckenbraunelle auch was finden!
3. Statt große Futterhäuschen lieber Futtersäulen und Futtertrichter oder Kleinfutterhäuser nutzen, da das Futter hier besser geschützt ist und keine Krankheitskeime übertragen werden!

Text von Wolfgang Jakob



Erster Arbeitseinsatz im neuen Jahr - fleißige Helfer für den Naturschutz im Rohrwasen

Bei unserem 1. Einsatz mit 11 Helfern haben wir die Zauntrasse der Büffelweide freigestellt und sind den ewig alles überwuchernden Brombeersträuchern zu Leibe gegangen. Ein paar Tage zuvor wurde schon wurde einiges mit dem Freischneider entfernt. Nun musste von der Gruppe das Schnittgut außerhalb der Einzäunung deponiert werden.

Ab 9.30 war die „Nabu-Aktiven“ der NABU-Gruppe Mittleres Filstal und Lautertal im Einsatz, es war kalt und die stehenden Gewässer waren zugefroren aber wir hatten tolles Wetter. Mit zwei Freischneidern haben wir dann noch viele weitere Brombeersträucher und anderen Aufwuchs entfernt, der sofort von den fleißigen Helfern abtransportiert wurde.
Um cirka 12. 30 Uhr beendeten wir den Einsatz und plauschten noch ein bisschen in der Sonne.

Text und Bilder von E. Herrmann, K. Dirr-Galisch und F. Friedsam



Die NABU-Gruppe Mittleres Filstal und Lautertal wünscht allen seinen Mitgliedern und Freunden
ein frohes Weihnachtsfest,
ein paar Tage Gemütlichkeit mit viel Zeit zum Ausruhen, Genießen und Kräftesammeln
sowie viel Gesundheit und Zufriedenheit für das kommende Jahr.

Des Weiteren wünschen wir ihnen auch viel Spaß und Freude bei allen Aktivitäten in der Natur !

Die Vorstandschaft des NABU Mittleres Filstal und Lautertal

Text von Wolfgang Jakob



Einladung zur Mitgliederhauptversammlung

Am Samstag, den 17.Januar 2026 findet um 19:30 Uhr im Gasthaus "Löwen" in Süßen
die Mitgliederhauptversammlung der NABU Gruppe Mittleres Filstal und Lautertal statt.
Dazu möchten wir alle Mitglieder sehr herzlich einladen. Die Tagesordnung sieht vor:

1) Begrüßung
2) Bericht des Vorstandes (Bildpräsentation)
3) Entlastung des Vorstandes
4) Satzungsänderung (Link zum Satzungsentwurf) (Kurzbeschreibung der Änderungen)
5) Ausblick und Verschiedenes

Wir würden uns sehr freuen, sie/euch bei unserer Mitgliederhauptversammlung begrüßen zu dürfen.

Vor der Versammlung besteht ab 18:30 Uhr die Möglichkeit im "Löwen" zu essen.

Wir freuen uns auf euer Kommen !

Ihre Vorsitzenden der NABU Gruppe Mittleres Filstal und Lautertal

Text von Wolfgang Jakob



Nachlese zum Schülerferienprogramm August 2025 - Waldmobil zu Gast auf der Jugendfarm am Baierhof

„Tiere des Waldes – den Tätern auf der Spur“ begeisterte junge Naturforscher

Süßen – Unter dem Motto „Tiere des Waldes – den Tätern auf der Spur“ konnten Kinder im Rahmen des Schülerferienprogramms auf spannende Entdeckungstour gehen. Auf Einladung der Stadt Süßen, der Kinder- und Jugendfarm Süßen sowie des NABU Mittleres Filstal und Lautertal machte das Waldmobil der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Landesverband Baden-Württemberg e.?V.) Halt in Süßen – ein Highlight für kleine Naturforscher.

Im Wald oberhalb des Baierhofes machten sich die Kinder zunächst auf die Suche nach gut versteckten Waldbewohnern – aus Holz gefertigt, aber täuschend echt. Reh, Dachs oder Waldohreule waren nur einige der Tiere, die es zu entdecken galt. Anschließend konnten die Kinder verschiedene Felle ertasten und zuordnen. Dabei lernten sie Spannendes über die Tiere und ihre Lebensweise: Etwa, dass sich das Fell des Wildschweins hervorragend eignet, um sich selbst in einen „Schwarzkittel“ zu verwandeln, oder dass das Winterfell des Wiesels – mit Ausnahme der schwarzen Schwanzspitze – komplett weiß ist.

Nach einem stärkenden Vesper standen tierische Rollenspiele auf dem Programm: Als Wildschweine suchten die Kinder nach Futter, während kleine „Wölfe“ versuchten, Rehe aufzuspüren. Zum Abschluss durften die jungen Teilnehmer noch die Tiere der Jugendfarm streicheln und füttern – ein Höhepunkt, der bei allen gut ankam.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für diese rundum gelungene Veranstaltung. Finanziell ermöglicht wurde das Erlebnis durch die Unterstützung der Nussbaum-Stiftung.

  Bilder von Eberhard Herrmann und Text von Anke Bauer



Biotoppflegearbeiten auf der Bühlwiese in Süßen


Breitblättriges Knabenkraut Dactylorhiza majalis

Jedes Jahr stehen die notwendigen Pflegearbeiten auf unserer Feuchtwiese an: Teilflächen sind zu mähen und kleine Gehölzarbeiten stehen an. Die Notwendigkeit begründet sich mit der Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, die auf die offenen, besonnten Bereiche angewiesen sind, wie z.B. das vom Breitblättrigen Knabenkraut Dactylorhiza majalis.
Dieses Jahr konnten erfreulicherweise Blütenstände im 3stelligen Bereich gezählt werden !

Wir treffen uns dazu am Samstag, 18.10.2025 um 13 Uhr direkt an der Wiese in Süßen.
Die benötigten Arbeitsmittel sind alle vor Ort, um das Mähgut abzuräumen.

Also,wer ist dabei ? - dann bitte eine kurze Rückmeldung an Michael Nowak 07171-84022 oder unter info@nabu-fils-lauter.de

Bericht:

Unser erster Biotoppflegeeinsatz im Herbst ist fast geschafft !

  

Leider hatte unser jahrzehntealter Balkenmäher uns darauf aufmerksam gemacht, dass auch er eine richtige Pflege benötigt, um optimal arbeiten zu können. Die abgebrochene Schraube war ursächlich nicht der Grund, sondern ein Lager, weshalb dieser in Reha musste, um für künftige Einsätze wieder fit zu sein.
Die verbliebene, kleine Wiesenfläche wird dann im Zuge der geplanten Gehölzarbeiten voll gemäht.

Dank unserer schlagkräftigen Mannschaft von 10 Helferinnen und Helfer waren wir fast in Windeseile mit dem Abräumen fertig und hatten noch Zeit zum „After-Work-Plausch“.

In hohem Bogen flogen dabei die abgemähten „Blümelein und Gräser“ auf den Anhänger für den Abtransport.

Hat jemand Lust in unserer Mannschaft mitzuhelfen? – wir würden uns freuen - auch über jüngeres Blut, da, wie auch unser Balkenmäher, wir auch schon in die Jahre gekommen sind (Ü50 ++).
Unsere kommenden Einsätze für 2025/2026 werden demnächst terminiert.

Wer schon mal reinschnuppern möchte – wir treffen uns am 15.11.2025 zur Begehung unserer Betreuungsgebiete.

Bilder von Michael Nowak, Elvira Denzinger und Wolfgang Jakob; Text von Michael Nowak



Vogelzugbeobachtungen am Fränkel


Auch der Fischadler kann alljährlich zu beiden Zugzeiten bei uns beobachtet werden !

Tierwanderungen sind allgegenwärtig, sei es auf der Suche nach einem geeigneten Überwinterungsquartier, ins Fortpflanzungsgebiet, in Mausergebiete und vieles mehr. In unseren Breiten ist dabei wohl der Vogelzug eines der faszinierendsten Erscheinungen. Jeden Herbst verlassen uns Millionen von Zugvögeln in ihr Ruheziel bzw. Winterquartier.

Der Blick nach oben lohnt sich dabei auf jeden Fall, wenn Vogeltrupps über uns hinwegfliegen.

Bei dieser gemeinsamen Veranstaltung mit dem BNAN https://www.bnan-geislingen.de erfahren Interessierte von Markus Kückenwaitz, Eberhard Wurster und Michael Nowak viel Spannendes über dieses Naturschauspiel, den europaweiten Vogelschutz und wie man vorbeifliegende Vögel bestimmen kann, auch wenn man keine Farben sieht.

Dazu treffen wir uns am Freitag, 03.10.2025 um 8:30 Uhr am Wanderparkplatz Fränkel/Burren zwischen Grünenberg und Unterböhringen.

Bei Rückfragen gerne melden unter info@nabu-fils-lauter.de oder bei Michael Nowak 07161-84022.

Bericht:

Vogelzugbeobachtungen am Fränkel – immer wieder überraschend !

Zahlreiche Interessierte, davon auch einige Kinder mit Fernglas bestückt
(zur Freude von uns, mit dem Gedanken – „unsere Nachfolger“ ??), blicken erwartungsvoll in den Himmel.

Leider pfiff uns ein lebhafter, aus südlicher Richtung kommender, kalter Wind um die Ohren und die Vogelstimmen wurden buchstäblich vom Winde verweht.
Angekommen, am traditionellen Platz, am Nordhang vom Fränkel, war es im Windschatten vom Berg relativ angenehm mit guter Fernsicht. Der steife Gegenwind hatte allerdings Auswirkungen auf das Zugverhalten, speziell bei den kleineren Arten, wie Pieper, Lerchen, Finken, Meisen, Drosseln, …, da bei solchen Windbedingungen zu viel Energie verbraucht wird.

Nichtsdestotrotz sind gut eine Handvoll ziehender Singvogel-Arten über unsere Köpfe hinweggezogen.

Die wenigen Rauchschwalben fast bodennah. Unter den größeren Vögeln zeigten sich recht schön Mäusebussard, Rotmilan, Turmfalke und Kolkraben mit ihren Flugkünsten. Ungeachtet von den Windverhältnissen versuchte sich ein kleiner 10er Trupp von Kormoranen die Zugrichtung zu halten. Überrascht haben uns zeitlich früh die großen Schwärme von Ringeltauben. Leider bekommen unsere Zugvögel nicht nur atmosphärischen Gegenwind, der in gewisser Art und Weise abgeschätzt werden kann. Im europaweiten Vogelschutz versuchen aber immer wieder Leute, die Politik machen, die Gesetze zum Vogelschutz derart aufzuweichen, was für viele Arten fatale Folgen hätte.

Hierzu siehe auch Komitee gegen den Vogelmord: https://www.komitee.de/de.

Abschließend fällt mir dazu noch folgender Satz aus der Bibel für Schwoba, von Rudolf Paul, ein: „Sogar dr Storch am Hemmel kennt saene Zeita, ond Turteltauba, Schwalba ond Drossla haltat ihr Zeit zom zrückkomma ae, aber maeh Volk kennt d Rechtsordnonga vom Herrgott (JAHWE) et.“.
Im übertragenden Sinne die Gesetze zum Vogelschutz, die viel zu viele auch nicht kennen bzw. nicht kennen wollen.

Bleiben wir hoffnungsvoll und sind schon auf 2026 gespannt.

Bilder von Andreas Nowak und Eberhard Wurster; Text von Michael Nowak



Vortrag: "Insektenfreundliches Gärtnern - Mit Unordnung zu mehr Artenvielfalt"


Eine Welt ohne das Summen und Brummen von Insekten ist kaum vorstellbar !

Doch leider finden Insekten in unserer aufgeräumten Landschaft immer weniger Nahrung und Nistplätze.
Dabei haben Gärten ein großes Potential, als Oasen und Rückzugsorte für Insekten zu dienen. Wie man seinen Garten insektenfreundlich gestalten kann und wie man mit wenig Arbeit viel für unsere heimischen Insekten tun kann, zeigt die Bunte Wiese Stuttgart bei diesem Vortrag.

Die Bunte Wiese Stuttgart https://www.buntewiese-stuttgart.de ist eine Initiative, die sich für den Erhalt heimischer Insektenvielfalt im Stuttgarter Raum und darüber hinaus einsetzt, wissenschaftliche Informationen zum Erhalt der Artenvielfalt bereitstellt und Tipps gibt, was jede(r) einzelne tun kann, um die Artenvielfalt zu schützen.
Sie ist als eigene Sektion Teil des Entomologischen Vereins Stuttgart.

Termin: Fr, 24.10.2025 um 19:00 Uhr. Veranstaltungsort: Katholisches Gemeindehaus St. Mariä, Lange Str. 33 am Marienplatz in 73079 Süßen: Katholisches Gemeindehaus Süßen.

Zu diesem wichtigen Thema werden Dr. Maura Haas-Renninger und Tanja Schweizer vom Naturkundemuseum Stuttgart (Abteilung Entomologie) referieren.

Dies ist eine Kooperationsveranstaltung zusammen mit dem BNAN https://www.bnan-geislingen.de. Gäste sind herzlich willkommen. Bei eventuellen Rückfragen: Michael Nowak 07161-84022 oder unter info@nabu-fils-lauter.de.

Bilder und Text von Michael Nowak



Hülen-Tour bei den Heidhöfen


Bei dieser Kooperationsveranstaltung, am Samstag, 06.09.2025 um 14:00 Uhr, mit dem BNAN (Bund Naturschutz Alb-Neckar e.V.) zusammen geht es zu den Kleingewässern der Feldhülben ins Feuersteinlehmgebiet der Ostalb.

Auf der wasserarmen Hochfläche der Schwäbischen Alb sind gerade die Hülen, auch Hülben genannt, ganz besondere Lebensräume zahlreicher, schutzbedürftiger Tiere und Pflanzen. Mit Markus Bernath und Michael Nowak geht es auf eine kleine Rundwanderung zu diesen Kleinoden inmitten landwirtschaftlicher Nutzflächen.
Keine Hülbe gleicht der anderen und ist einzigartig. Wir möchten diese sensiblen Lebensräume ihnen näherbringen – nach dem Motto, nur das was man kennt schätzt und schützt man auch.
Gäste sind stets herzlich willkommen.
Treffpunkt ist am Wanderparkplatz Kolomankapelle bei den Heidhöfen (Böhmenkirch).

Bitte um Beachtung der aktuellen Straßensperrungen in Böhmenkirch und Steinenkirch.

Bei eventuellen Rückfragen: Michael Nowak (07161 - 84022) oder unter info@nabu-fils-lauter.de.

Es lohnt sich auch ein Blick auf unsere Homepage und auf die Homepage des BNAN https://www.bnan-geislingen.de.

Bericht:

Unsere gemeinsame Exkursion, zusammen mit dem Bund Naturschutz Alb-Neckar ( https://www.bnan-geislingen.de/exkursion/huelen-tour-bei-den-heidhoefen) war erfreulich gut besucht mit knapp 40 Naturinteressierten.

Die Hülben-Tour führte uns zunächst an die Neue Hülbe, die größte auf der sogenannten Rauhen Wiese.
Weiter ging es über die Westliche Birkenhülbe zur Kolmannshülbe. Auf dem Rückweg noch ein kleiner Stopp bei der Östlichen Birkenhülbe. Die hier auf der Albhochfläche besonderen geologischen Verhältnisse mit den Feuersteinlehmen ermöglichte die Entwicklung nährstoffarmer, saurer und Wasser stauender Böden.

Hinsichtlich dessen haben sich dadurch spezielle Pflanzen und Tiere ansiedeln können, die sich vielfach in der Roten Liste wiederfinden. Viel war im September schon verblüht, wie Fieberklee, Sumpf-Blutauge und Baldrian. Hingegen war in voller Blüte der wertvolle Nektarlieferant mit dem mysteriösen Namen Teufelsabbiss, aber auch das Heidekraut, die Blutwurz oder der Brennende Hahnenfuß zeigten sich in ihrer Pracht. Vereinzelt noch Färber-Ginster und Schlangen-Knöterich. Das Glanzlicht aus botanischer Sicht war allerdings der gelb blühende Nickende Zweizahn, welcher nach jahrzehntelanger Abwesenheit an mehreren Stellen wieder zu finden ist. Sicherlich kommt der Pflanze die Pflegemaßnahmen zugute, welche wir, gemeinsam mit dem BNAN seit 2023 in Absprache mit dem LEV durchführen.


Zu den gefiederten Highlights zählte u.a. eine wunderschöne, diesjährige Rohrweihe, die in geringerer Höhe, im Suchflug an uns vorbeigeflog. Ganz zum Schluss, auf dem Parkplatz, hatten leider nur noch wenige das Glück rund 20 Bienenfresser auf der Durchreise zu beobachten.

Fazit: Der kleine Rundgang hat allen gezeigt, dass solche Biotope kleine Hotspots der Artenvielfalt auf der Schwäbischen Alb sind und es sich dafür lohnt aktiv sich für den Erhalt einzusetzen. Durch die gemeinsamen Pflegemaßnahmen, das Engagement der beiden Naturschutzverbände in Zusammenarbeit mit dem Landschaftserhaltungsverband sind wir auf einem guten Weg diese besonderen Lebensräume zu sichern.

Bilder von Eberhard Wurster, Michael Nowak und Text von Michael Nowak




NABU Sommerfest

Liebe Aktive und Freunde unserer Ortsgruppe,

auch in diesem Jahr wollen wir das NABU-Sommerfest unserer Gruppe Mittleres Filstal und Lautertal am Samstag, den 16. August 2025 ab 18 Uhr am Baierhof bei Süßen feiern, ihr alle seid dazu sehr herzlich eingeladen!

Wie in den vergangenen Jahren wollen wir am Lagerfeuer gemeinsam Grillen! Die Getränke werden zur Verfügung gestellt, das Grillgut und Salate bitte selber mitbringen, ebenfalls das Besteck, Teller und Gläser!

Bei schönem Wetter findet das Fest in den Außenanlagen des Baierhofs statt, bei sehr schlechtem Wetter fällt das Sommerfest aus.

Ansprechpartner bei Rückfragen ist Wolfgang Jakob, Tel. 07162 41055 und Bernd Wacker, Tel. 07162 461075. Wir freuen uns auf euer kommen!


Bericht:

Trotz unbeständiger Wetterlage konnte das Sommerfest in gewohnter, ausgelassener Stimmung gefeiert werden. Auch zwei kurze Regenschauer während des Grillens am Lagerfeuer taten der guten Stimmung keinen Abbruch, was auch dem hervorragenden Salatbuffet und der Kuchenauswahl geschuldet war! Bis zum späten Abend hinein wurde gelacht, ausgetauscht und diskutiert bis sich die Gäste dann langsam auf den Heimweg machten!





Text und Bilder:  W.Jakob




Pressemitteilung des NABU Mittleres Filstal und Lautertal
24.07.2025

Keine gute Nacht für den Igel

NABU weist auf immer häufigere Verletzungen durch Mähroboter hin

Süßen – Der Igel steht vor großen Herausforderungen. Seine Lebensräume in der Agrarlandschaft schwinden und die neue Zuflucht in Gärten und Parks entpuppt sich als zunehmend gefährlich.
Schätzungen zufolge leben dort trotzdem bis zu neunmal so viele Igel wie in der freien Landschaft.

Igel fallen Mährobotern häufig zum Opfer

In der vermeintlichen Idylle sehen sich Igel seit einigen Jahren mit einer neuen Bedrohung konfrontiert, die unvermittelt auftaucht: Mähroboter. Sie sind meistens nicht clever genug, um Igel zu erkennen,
wie die Igelforschungsgruppe am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung herausgefunden hat.

Denn: Igel flüchten nicht bei Gefahr, sondern kugeln sich ein.
Eigentlich ein sehr cleveres Verhalten, wenn man ein Stachelkleid besitzt. So spart man Energie für Flucht oder Kampf.
Aber leider fatal angesichts von Straßenverkehr – und Mährobotern Eine Begegnung mit einem Mähroboter endet für Igel häufig katastrophal.

Igelschützerinnen und -schützer berichten von Schnittwunden und abgetrennten Gliedmaßen bis hin zu tödlichen Verletzungen.
Etwa die Hälfte der verletzt aufgefundenen Igel überlebt nicht.
Hinzu kommt die hohe Dunkelziffer: Viele verletzte Stachelträger verkriechen sich unter einer Hecke und verenden dort unbemerkt.

Mähroboter-Verkauf um 45 Prozent angestiegen

Erst kürzlich wurde vermeldet, dass der Mähroboter-Absatz in den ersten Monaten dieses Jahres um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen ist. Mit der wachsenden Verbreitung der Mähroboter hat auch die Zahl verletzter Igel stark zugenommen, erklärte kürzlich die Landestierschutzbeauftragte in Baden-Württemberg,

Julia Stubenbord. „Der Konflikt zwischen Igel und Roboter ließe sich ganz einfach vermeiden. Da Igel überwiegend nachts und in der Dämmerung unterwegs sind, sollte man die Roboter nur tagsüber und unter Aufsicht betreiben.

Das leitet sich aus dem Tierschutzgesetz und dem Naturschutzgesetz ab:
Tieren darf man kein vermeidbares Leid zufügen“, so der NABU- Mittleres Filstal und Lautertal.

Wir fordern daher ein Nachtfahrverbot, Köln und Mainz etwa haben das bereits eingeführt, in weiteren Städten und Gemeinden wird ebenfalls an entsprechenden Regelungen gearbeitet.

NABU lehnt Mähroboter ab

Mähroboter sind nicht nur eine Gefahr für Igel, sondern auch für viele Kleintiere und Jungvögel, die ihre ersten Flugversuche starten und auf dem Rasen landen.

Und sie vernichten die Lebensgrundlage zahlreicher Insekten. Kurz geschorene Rasen bieten keinerlei Nahrung für Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge, da Gänseblümchen, Löwenzahn oder Gundermann gar nicht zum Blühen kommen. Wenn man auf Mähroboter nicht verzichten will, sollten diese nur tagsüber und unter Aufsicht den Rasen kürzen.

Auch sollten Bereiche des Gartens ausgespart werden, um Rückzugsräume für Tiere zu erhalten !

Text von Wolfgang Jakob




Fledermausbeobachtungen im Schlater Wald und in Nenningen


NABU/Otto Schäfer, Wochenstube vom Großen Mausohr

Wie jedes Jahr, gleich zu Beginn der Schulferien, wird unser Fledermausexperte Bernd Zoldahn zwei Führungen zu diesen ungewöhnlichen Lebewesen anbieten.

Fledermäuse schlafen mit dem Kopf nach unten, fliegen mit den Händen und sehen mit den Ohren!
Wir können sie nicht hören, und dennoch sind ihre Rufe so laut wie ein Presslufthammer.

Lassen sie sich von uns in die faszinierende Welt der Fledermäuse entführen. Hierzu treffen wir uns am Freitag, 01.08.2025 um 20:15 Uhr am ersten Wanderparkplatz im Schlater Wald (von Süßen kommend). Gleich einen Tag später werden wir uns zu den Großen Mausohren begeben.

Der Nenninger Kirchturm beherbergt seit langer Zeit eine Wochenstube von einigen hundert Tieren. Ohne die Tiere dabei zu stören, lassen sie sich beim abendlichen Ausflug in ihr Jagdrevier gut beobachten. Hierzu trifft man sich am Samstag, 02.08.2025 um 20:45 Uhr an der katholischen Kirche in Nenningen.

Beide Veranstaltungen sind auch besonders für Familien mit Kindern (ab Grundschule) geeignet. Wer sich schon vorab über diese spannenden Tiere informieren möchte, sollte unbedingt die Seite der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. besuchen: https://www.agf-bw.de/

Bei eventuellen Rückfragen: Michael Nowak (07161 - 84022) oder unter info@nabu-fils-lauter.de.
Gäste sind stets willkommen !

Bild von NABU/Otto Schäfer und Text von Michael Nowak




Naturkundlicher Rundgang im Betreuungsgebiet Rohrwasen


Durch die Wasserbüffel ist der Rohrwasen schon vielfach durch die Presse gegangen und ist inzwischen über die Landkreisgrenze bekannt. Das Feuchtgebiet entstand auf Initiative des NABU zusammen mit der Gemeinde Heiningen.

Es ist ein Naturjuwel aus zweiter Hand und mit seinen rund 5 Hektar gibt es fast kein vergleichbares im Landkreis.

Sie können dieses Kleinod mit allen Sinnen erleben, erfahren so manches über die Tier- und Pflanzenwelt.
Dazu treffen wir uns am Freitag, 11.07.2025 um 17:30 Uhr auf dem Parkplatz gegenüber der Einfahrt zum Hallenbad am Ortseingang Heiningen.

Bericht:

Der 11. Juli 2025 – 1989 deklarierte die UNO am 11.7. den internationales Weltbevölkerungstag, da mit steigender Bevölkerung u.a. auch Herausforderungen und Probleme einhergehen. Ganz so dramatisch war es auf unserer Führung allerdings nicht !

Herausfordernd ja, da erfreulicherweise fast 40 Naturinteressierte, darunter auch Kinder und Jugendliche der Einladung gefolgt sind. Hier alle unter „Dach und Fach“ zu bringen war auch herausfordernd – aber man macht dies sehr gerne, um die Wichtigkeit zum Schutz der Natur zu vermitteln. Leider konnte wohl nicht auf alles eingegangen werden.
Aber Rückfragen sind jederzeit möglich (siehe weiter unten) !

Manches, wie Feldhase & Co nahmen sogar Reißaus, da mit so vielen Leuten die Tierchen nicht gerechnet haben. Auch Frau Grünes Heupferd ereilte eine rettende Hand vor den zahlreichen Füßen und wurde behutsam in sicheres Terrain gebracht.

Von verschiedenen, im Gebiet brütenden Vogelarten, konnte man ein paar der kunstvolle Nestformen bestaunen.

Die Vögel dazu waren an diesem Tag sehr verhalten und wurden meist nur akustisch wahrgenommen, wie z.B. die jungen Zwergtaucher, den Teichrohrsänger und die Wasserralle. Die Protagonisten für viele – die Wasserbüffel - fehlten allerdings noch und sie sah man nur auf einer der 4 neuen Infotafeln am Beobachtungsstand.

Sofern etwas zu kurz gekommen ist oder sich noch offene Fragen ergeben haben – rufen Sie uns gerne an !
Die Kontaktdaten finden Sie links im Menüpunkt Vorstand.
Oder Sie schicken uns eine E-Mail info@nabu-fils-lauter.de.

Und wer sich aktiv für den Erhalt vom Gebiet einbringen möchte:
Wir freuen uns auf die Unterstützung und nehmen dich/Sie gerne, natürlich unverbindlich, in unseren Verteiler auf.

So bleibt man UpToDate: Zum Schluss noch DANKE für das großartige Interesse ihrerseits an diesem Tag !

Bilder und Text von Michael Nowak




Pressemitteilung des NABU Mittleres Filstal und Lautertal 19.06.2025

Naturbegeisterte gesucht:
Mitglied beim NABU Mittleres Filstal und Lautertal werden und die Natur vor der Haustüre schützen

Werbeaktion von Tür zu Tür startet am 30. Juni im Bereich des mittleren Filstal

Nisthilfen für Vögel, Anlegen von Amphibienteichen und die Pflege von Orchideenwiesen,
mit viel Herzblut und Tatkraft machen sich die Aktiven vom NABU Mittleres Filstal und Lautertal
für die Vielfalt und den Schutz der Natur im Mittleres Filstal und Lautertal stark.

"Damit wir unsere Naturschutzprojekte verwirklichen und politisch für die Belange der Natur eintreten können,
setzen wir auf eine starke Gemeinschaft mit vielen Mitgliedern beim NABU", sagt W. Jakob, Sprecher des NABU Mittleres Filstal und Lautertal. "Deshalb starten wir am 30. Juni eine Mitgliederwerbeaktion, um noch mehr Menschen für den Naturschutz zu gewinnen."

In den kommenden Wochen ist ein Team naturbegeisterter junger Menschen im Auftrag des NABU im Gebiet des NABU Mittleres Filstal und Lautertal unterwegs. Sie gehen von Tür zu Tür und fragen die Einwohnerinnen und Einwohner, ob sie den Naturschutz regelmäßig mit einer NABU-Mitgliedschaft unterstützen möchten. Die jungen Menschen sind an ihrer Kleidung mit NABU-Logo sowie ihrem NABU-Mitarbeitendenausweis erkennbar und nehmen auf keinen Fall Bargeldspenden an.

"Unsere Gruppe freut sich auf viele neue Mitglieder und Menschen, die ehrenamtlich aktiv werden möchten.
Als NABU-Mitglied setzen sie ein starkes Zeichen für den Naturschutz finanziell und auch politisch", sagt W. Jakob.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich beim NABU Mittleres Filstal und Lautertal einzubringen, spezielle Vorkenntnisse sind dafür nicht nötig. Beispielsweise freut sich der NABU Mittleres Filstal und Lautertal über neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die bei der Nistkastenpflege, beim Pflegen unserer Biotope und bei der Streuobstwiesenpflege dabei sind.

"Wir freuen uns auf alle, die uns unterstützen und der Natur den Rücken stärken möchten - als einfaches oder noch besser als aktives Mitglied", so W. Jakob.

Kontakt für Rückfragen: Wolfgang Jakob Tel.: 07162 41055 oder E-Mail info@nabu-fils-lauter.de

Text von Wolfgang Jakob




Biotoppflege Rohrwasen - der Goldrute auf den Pelz rücken

Der abschließende Satz vom letztjährigen Einsatz (23.05.2024) war:
Die erste Auseinandersetzung fiel zugunsten von uns aus.

Aber dabei wird es nicht bleiben, aber mal schauen wer den längeren Atem hat.
Uns ist aber auch klar, dass die Maßnahme nur Früchte trägt, wenn man konsequent jetzt dran bleibt – also es folgen noch weitere Einsätze und jene, die aufgrund der Witterung (Dauerregen) abgesagt haben, was auch absolut in Ordnung ist und keiner deshalb ein schlechtes Gewissen haben muss, bekommen in Zukunft weitere Chancen sich mit der Goldrute auseinanderzusetzen.


Am 10.06.2025 wurde die Chance genutzt, durch weitere „Aktivisten/innen“, um bei bester Witterung der Problempflanze Solidago canadensis („Solidago anthropogena“) – zu Deutsch – Amerikanische Goldrute, zu Leibe rücken bevor die Wasserbüffel auf die Fläche kommen, die leider diese Pflanze meiden.

Die Pflanze ist deshalb so problematisch, da sie durch ihr enormes klonales Wachstum in der Lage ist, kurz- bis mittelfristig die heimische, standorttypische Vegetation zu verdrängen. Die Goldrute bildet durch das sehr dichte Wurzelsystem einen undurchdringlichen Teppich. Die Flachwurzler lassen sich aber bei entsprechender Feuchtigkeit samt Wurzel sehr gut ziehen. 

Die letztjährige Aktion zeigt auch, dass ein solches Vorgehen erfolgreich ist, da auf den gezogenen Goldrutenteppichen so gut wie keine mehr vorhanden war und die typische Flora wieder Oberhand gewinnen konnte.

Wir bleiben am Ball und sind, was das Schutzgebiet Rohrwasen angeht, zuversichtlich.

Die Wasserralle, die sich bei unserer Aktion akustisch beschwert hat, wird es einem Danken, künftig eine verbesserte Habitatstruktur vorzufinden. Trotz Bemühungen unserseits kam zwischen der hübschen Wasserralle und uns keine Kommunikation zustande, um unser Tun zu rechtfertigen – die Sprachbarriere war einfach zu groß ??.

Bild und Text von Michael Nowak




Führung zum Vogel des Jahres 2025 – der Hausrotschwanz

Der Hausrotschwanz ist ein entzückender Vogel. Ursprünglich Felsbewohner bis ins Hochgebirge.

Durch seine Anpassungsfähigkeit ist er inzwischen Charaktervogel menschlicher Siedlungen. Diese Lebensräume wurden wohl nicht besiedelt, weil das Rotschwänzchen uns gern hat, sondern weil die „steinigen“ Bauten attraktiv sind.

Wir besuchen bei dieser Vormittags-Exkursion beide Lebensräume, in der unser Singvogel brütet.
Dazu treffen wir uns am Samstag, 10.05.2025 um 9:00 Uhr auf dem Wanderparkplatz in Oberböhringen
(Altenstädter Str./Am Hetterweg). Inzwischen ist dieser Parkplatz auch gebührenpflichtig.

Bei Rückfragen: Michael Nowak 07161 / 84022 oder unter info@nabu-fils-lauter.de. Gäste sind stets willkommen.

Bilder und Text von Michael Nowak
 

Bericht:

Eine kleine Gruppe hat sich am gebührenpflichtigen Parkplatz eingefunden.




Jemand war so nett und hat einen Hinweis an den Parkautomaten angebracht mit dem Schriftzug
„Parkautomat defekt, …“ ein verspäteter Maischerz?
– egal, hat uns auf jeden Fall Geld gespart, welches sinnvoller anderweitig eingesetzt werden kann ??.


Bei +7°C und vollem Sonnenschein wurden die natürlichen Brutgebiete im NSG Hausener Felsen aufgesucht.
Der Hausrotschwanz dort warnte wegen der Anwesenheit von zwei Wanderfalken.
Zurück über die Feldflur, den Rastgebieten während der Zugzeit, zeigte sich eine Dorngrasmücke mit Gesang und Thunbergschafstelzen auf einer frisch abgemähten Wiese. Bluthänflinge erfreuten sich an den Löwenzahnsamen.
Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen am Dorfrand zeigte sich u.a. ein Hausrotschwanz-Männchen vom Vorjahr, im sogenannten „cairei“-Kleid und sang um die Gunst eines Weibchens auf höchster Warte eines Strommastes.
Brutbiologisches kam auch nicht zu kurz einschließlich Zugwege, Mischbruten, … und Anschauungsmaterial.

Insgesamt betrachtet war es eine nette, schöne Rundwanderung für unseren Vogel des Jahres, welcher uns schon vor Sonnenaufgang seine Strophen vorträgt, die Schuster, L. 1903 wie folgt niedergeschrieben hat:

„Rauh, ungeschliffen, naturwüchsig wie das zackige Felsengestein, so ist auch das Liedchen des Hausrötels“.

  
Bilder von Michael Nowak und Wolfgang Jakob; Text von Michael Nowak




Exkursion zu den Lurchis

Was machen die Frösche, Kröten, Unken und Molche? Und was hat das mit uns zu tun?

Es ist erst wenige Wochen her, da begannen die Frosch- und Krötenwanderungen wie jedes Jahr auch im Landkreis Göppingen. Amphibien sind für die die Fortpflanzung auf Laichgewässer angewiesen. Je nach Art werden größere oder kleinere Gewässer aufgesucht, vom größeren Teich bis zur kleinsten Pfütze.

Gewandert wird vom Winterquartier aus über Stock und Stein bevorzugt in feucht-"warmen" Nächten von Februar bis April. Dabei werden oft seit vielen Jahren bevorzugte Strecken zurückgelegt von wenigen Metern bis zu vielen hundert Metern. In manchen Gebieten müssen Straßen überquert werden und wo es noch keine gesicherten Durchlässe oder freiwillige Helfer gibt, sind jedes Jahr Verkehrsopfer vor allem bei den Erdkröten und Grasfröschen zu beklagen.

Gerade bei diesen häufigeren Arten gibt es in den letzten Jahren zum Teil starke Rückgänge, nachdem die Anzahl der Tiere schon seit mehreren Jahrzehnten stetig zurückging.

Wie kann das sein? Sind es die vielen Autos auf den Straßen? Sind es die Feuchtbiotope die weniger werden? Ist es die immer intensivere Landwirtschaft? Ist es der stärker werdende Klimawandel?

Die Fragen sind, wie so oft nicht, nicht einfach zu beantworten. Sicher ist aber, dass alle genannten Faktoren eine Rolle spielen können. Doch gibt es große lokale Unterschiede, wenn man genauer draufschaut. Auch gibt es Populationen die nur wenig zurückgegangen sind.

Und es gibt auch ermutigende Beispiele. Dort wo die Biotope gut gepflegt und die Bedingungen für die Amphibien verbessert werden, können sich die Bestände erholen. Dabei muss insbesondere in den letzten Jahren darauf geachtet werden, dass es längere Trockenperioden gibt und der Regen die kleineren Gewässer nicht regelmäßig nachfüllt.

Wer mehr über die Amphibien im Landkreis und darüber hinaus erfahren möchte ist eingeladen an der kostenlosen 'Exkursion zu den Lurchis' teilzunehmen. Hier gibt Wissenswertes über die Lebensweise dieser schönen und interessanten Tiere.  Frösche, Kröten und vielleicht auch andere Lurche können am Feuchtgebiet Turm aus nächster Nähe beobachtet werden!

Die Führung ist geeignet für Jung und Alt (auch Kinder ab Grundschulalter) und findet bei jedem Wetter statt. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz beim Grünenberg (ehemaliger Grüngutplatz) am Freitag 2.Mai.2025 um 18 Uhr.

Bernd Wacker freut sich auf Euer / Ihr Kommen.


Bericht:

Bei schönstem Wetter konnten 30 Besucher die wunderbare Natur am Feuchtgebiet Turm genießen. Besonders die Kinder, die zahlreich dabei waren, freuten sich über die vielen Wasserfrösche die im und am Teich zu sehen waren.

Sogar das Froschhüpf-Spiel klappte auf Anhieb: Gaaanz leise und vorsichtig langsam an die Frösche anschleichen, dann wenn sie noch nicht weggehüpft sind, gaanz vorsichtig mit dem Zeigefinger gaanz leicht anstupsen und dann hüpfen sie, platsch, ins Wasser.

Aber das war nicht alles, was es zu sehen gab:

Aus nächster Nähe konnten die wunderhübschen Laubfrösche, Große und Kleine angeschaut werden. Diese Einheimischen Frösche sind ganz besonders, sie können an glatten Flächen hochklettern und wechseln die Farbe!




Bei den Kröten sind besonders die Augen sehr schön anzuschaun. Die einheimischen Wechselkröten sind wuselig wie Mäuse. Sie kommen allerdings im Landkreis Göppingen im Gegensatz zu den eher behäbigen Erdkröten nicht in der Natur vor.

Auch Froschlaich, Kaulquappen  und Bergmolche konnten genau angeschaut werden. Unter dem Mikroskop waren die kleinen Lebewesen, die unter Wasser leben, zu sehen.

Bernd Wacker erzählte noch Vieles über die Lurche und die Zeit verging wie im Fluge. Gegen später gab es noch ein schönes Froschkonzert.

Happy und zufrieden über die schöne Natur, die wir um uns haben, ging es noch vor Sonneuntergang auf den Heimweg.

Die Bilder am Turm von den Tieren wurden von Amelie (9 Jahre), die von den Menschen von Walter und Bernd (Ü 60) aufgenommen. Text: Bernd Wacker




Der richtige Schnitt von Obstbäumen auf der Streuobstwiese


Der richtige Schnitt

Wie junge Obstbäume und alte Streuobstbäume geschnitten werden sollen, das wird in diesem Kurs vermittelt.

Die Streuobstflächen um unsere Städte und Dörfer hier in der Region bereichern das Landschaftsbild und haben einen hohen Stellenwert in der Biodiversität. Diese Streuobstbestände sind jedoch zum Teil lückenhaft, überaltert und in einem allgemein schlechten Zustand. Auch Baumaßnahmen haben diese wertvollen Streuobstwiesen in den letzten Jahren reduziert. Dadurch wird die ökologische Funktion dieses Biotoptyps stark beeinträchtigt.

Warum sind Streuobstwiesen erhaltenswert?

  • mehr als 1000 wirbellose Tierarten kann ein einziger Apfelbaum beherbergen wie Schmetterlinge, Käfer, Ameisenarten, Wespenarten, Würmer und Schnecken
  • bis zu 40 Vogelarten können in einer Streuobstwiese leben wie verschiedene Meisenarten und Spechte, Steinkauz, Wiedehopf, Wendehals oder Gartenrotschwanz
  • Streuobstwiesen sind Bausteine für die Biotopvernetzung
  • sie schützen und prägen den Siedlungsrand
  • sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft

Oft sind es Naturschutzvereine und -verbände wie der NABU, die sich für den Erhalt der Obstwiesen einsetzen. Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche Projekte zur Nutzung von Streuobstwiesen initiiert und auch neue Obstwiesen, Obstalleen und -lehrpfade angelegt. Für den Erfolg einer Obstbaumpflanzung ist jedoch eine regelmäßige Pflege gerade in den ersten Jahren unerlässlich.

Warum überhaupt schneiden?

Hochstämmige Obstbäume sind langlebige Gehölze, die bei guter Pflege ein Ertrags- und Lebensalter von fünfzig bis einhundert Jahren erreichen. Im Vordergrund steht in den ersten Jahren nicht der Fruchtertrag, sondern ein zügiger Aufbau des Kronengerüsts. Die Ertragsphase bei diesen Obstgehölzen beginnt in der Regel ab dem 7. bis 12. Standjahr und hat ihren Höhepunkt oft erst im Alter von 30 bis 50 Jahren. Wir zeigen ihnen was sie bei einem Erziehungsschnitt in den ersten Jahren nach ihrer Pflanzung von jungen Obstbäumen beachten müssen. Außerdem werden wir Ihnen auch einen Verjüngungsschnitt an alten Obstbäumen vermitteln.

Der NABU Mittleres Filstal und Lautertal bietet allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Obstbaumschnittkurs am Samstag, 15. März 2025 um 13.00 Uhr in den Wiesgärten an. Ausweichtermin bei ganz schlechtem Wetter 22. 3. am gleichen Ort auf der Wiese zwischen Süßen und Donzdorf nähe Bayerhof. Wolfgang Nägele, Peter Menrad, Markus Pressmar und Eberhard Herrmann freuen sich auf Ihr Interesse.
Bei Fragen wenden sie sich an Eberhard Herrmann, Tel.: 07162/6262 oder Wolfgang Jakob 07162/41055

Bericht:

Über 30 Interessierte waren bei bedecktem Himmel und kühler Witterung auf das Grundstück des Naturschutzbundes Mittleres Filstal und Lautertal (NABU) in den Wiesgärten zwischen Süßen und Donzdorf gekommen, um Kenntnisse über den Baumschnitt an Streuobstbäumen zu erlernen oder zu erweitern. Eberhard Herrmann vom NABU begrüßte die Teilnehmer zum Kurs „Schnittunterweisung an Hochstämmen im Streuobstbau“.

Mit Hilfe von Profis im Obstbaumschnitt, Wolfgang Nägele, Peter Menrad und Markus Pressmar konnte in zwei Gruppen der Erziehungsschnitt an frisch gepflanzten Apfelbäumen erläutert werden. Dieser muss in den ersten Jahren konsequent erfolgen, damit der Baum eine schöne und lichte Krone aufbaut. Fachmännisch demonstrierten sie, wie man Leitäste mit Holunderstreben abspreizt und Fruchtäste herunterbindet. Danach wurden 10- und 20-jährige Bäume geschnitten, um den Kursteilnehmern den Schnitt zur weiteren Entwicklung der Bäume zu demonstrieren. Ebenso wurden auch die alten Bäume thematisiert wie mit wenigen Schnitten diese vitalisiert und somit wieder fit für weitere Jahre sind.

Markus Pressmar erklärt wie wichtig es ist, dass die Veredlungsstelle bei der Pflanzung aus der Erde schaut.

Unsere Dörfer und Städte hier in der Region waren meistens umgeben von Streuobstwiesenbeständen. Baumaßnahmen haben diese wertvollen Lebensräume in den letzten Jahren erheblich reduziert. Deshalb müssen die Kommunen umdenken und sorgsamer und sensibel mit dem Grund und Boden ihrer Gemarkung umgehen, das meinten die drei Dozenten. Ebenso ermutigten sie die Kursteilnehmer, nicht nur ihren alten Baumbestand zu pflegen, sondern auch rechtzeitig mit Neupflanzungen zu verjüngen. Zudem ist ein immer stärkerer Mistelbefall der Apfelbäume zu beobachten. Der NABU und der Landkreis Göppingen haben Informationsbroschüren zu diesem Problem verfasst, in denen erklärt wird, wie wichtig es ist, bei der Baumpflege die Misteln zu entfernen.



  An einem jungen Apfelbaum zeigen Wolfgang Nägele und Peter Menrad den Erziehungsschnitt.

Im Namen des NABU und der Teilnehmer bedankte sich Eberhard Herrmann bei Wolfgang
Nägele, Peter Menrad und Markus Pressmar für ihre Hilfe und wies darauf hin, dass an gleicher Stelle im nächsten Jahr wieder ein Schnittkurs stattfinden wird.

Bilder von Walter Schmid und Eberhard Herrmann; Text von Eberhard Herrmann
 



Arbeitseinsätze Nenningen und Eichbühl

Die letzten 2 Arbeitseinsätze im Februar erfolgreich abgeschlossen !

Arbeitseinsatz Nenningen       Arbeitseinsatz Nenningen

NENNINGEN. Am 15. Februar stand auf dem Plan, die Sommerresidenz der Großen Mausohren zu reinigen, eine typische „Kirchenfledermaus“. Wer hat es denn nicht gerne sauber, wenn man vom Winterquartier ins Sommerquartier zieht. Einige Kilo „Schwarzes Gold“ wurden in der Nenninger Kirchenzwiebel abgebaut und mittels Rohrsystem in tiefere Etagen befördert - dort in Säcke abgefüllt und den wertvollen Dünger abgefahren.

Dank zahlreicher Helfer/innen war die Stubenreinigung mit Bäsa, Kehrwisch, Kuddrschaffl und Oimer an deam Samschdag in einer guten Stunde erledigt.


Arbeitseinsatz Eichbühl

AM EICHBÜHL. Gleich eine Woche später, am 22. Februar war wieder Frischluft angesagt bei frühlingshaften Temperaturen. Anstatt Glockengeläut zwitscherten uns die Vögel ihre Liedchen – Zitronenfalter und Kleiner Fuchs waren die bunten Farbtupfer am Eichbühl. Aufgrund der ausgefallenen Beweidung in 2024 war der Aufwuchs an Brombeeren, … extrem stark, sodass eine Mulchraupe vorab zum Einsatz kam. Unsere Aufgabe waren noch Restarbeiten mit Motorsäge, Freischneider und das Abräumen vom Schnitt-/Mulchmaterial. Nun sind die Hangflächen wieder offen.

Alle haben sich wieder so richtig ins Zeug gelegt und die ein oder andere Schweißperle ist geflossen. Ganz herzlichen Dank dafür, egal wie viel und lange jede/r Einzelne gearbeitet hat.

Weil ich es nicht besser hätte zum Ausdruck bringen können, möchte ich hier 5 Sätze noch ergänzen, die Eberhard Wurster (BNAN und NABU), den ich sehr schätze, einmal geschrieben hat:

„Jede Mitarbeit ist wichtig und wertvoll. Nur als Team können wir unsere Ziele, den Erhalt wertvoller Lebensräume, den Erhalt unserer Flora und Fauna, erreichen. Je größer dieses Team ist, desto kleiner ist die Belastung jedes einzelnen. Wenn du etwas für unsere heimische Natur machen willst, wenn du unser Team unterstützen willst, dann komm nächstes Jahr einfach mal vorbei. Es lockt dann zum Saisonende die Einladung zum Helferessen“.

  Bilder von Kathleen Dirr-Galisch und Elvira Denzinger; Text von Michael Nowak
 



Biotoppflege Samstag, 8. 2. 2025 Immenhalde Süßen

Der nächste Einsatz steht schon wieder kurz vor der Türe. Am Samstag, 8. 2. 2025 treffen wir uns dazu direkt vor Ort ab 9:00 Uhr in der Immenhalde (siehe Karte) zwischen Süßen (am südlichen Ende des Industriegebiet Schelmenwasen) und Salach (Industriegebiet Dugendorf). Die Pflegearbeiten werden wohl bis zum Mittag gehen. Es gibt auf jeden Fall viel zu tun. An diesem Nordhang müssen die Obstbäume geschnitten und der Baumschutz für die Beweidung erneuert oder ausgebessert werden. Weiter ist der Rückschnitt einzelner Hecken im Randbereich geplant. Wir würden uns über zahlreiche helfende Hände freuen. Gerne auch Rückmeldung, wer sich ein wenig Zeit einplanen kann. Vielen Dank.

Bei eventuellen Rückfragen: Eberhard Herrmann, Markus Pressmar, Peter Menrad kontaktieren.

 



Erfolgreicher Abschluss der Biotoppflege in den Wiesgärten am 25.01.2025

Dank der zahlreichen Helfer/innen, 13 an der Zahl, und der sehr guten Witterung konnten die geplanten Biotoppflegearbeiten vollständig erledigt werden.

Zwischendurch gab es ein Vesperle und flüssige Seezüngle in den Geschmacksrichtungen Kirsche, Birne, Träuble und Rhabarber, damit man voll Energie und Elan zum Endspurt gestartet ist, um rechtzeitig, wohlverdient, ins Wochenende gehen konnte.

Neben der mosaikartigen Mahd der Feuchtwiese bzw. Hochstaudenflur und Brombeerrückschnitt waren noch Gehölzpflegearbeiten an den Feldhecken notwendig. Das Schnittgut wurde in die Benjeshecke entlang eines Feldweges eingearbeitet.


Ziel der Pflegemaßnahmen war die Vielfalt der unterschiedlichen Vegetationsstrukturen zu verbessern. Dies fördert u.a. die größeren Bestände an Sumpfdotterblumen und vielen weiteren Pflanzen- und Tierarten.

  Bilder von Kathleen Dirr-Galisch, Wolfgang Jakob und Elvira Denzinger; Text von Michael Nowak




Landschaftsschutz jetzt, so kann es nicht weitergehen

Der NABU im Mittleren Filstal und Lautertal fordert weniger Flächenverbrauch. Ein klares Nein zu dem geplanten Gewerbegebiet „IKG Auen“.

Im Jahr 2023 wurde täglich eine Fläche von rund 55 Hektar (ca. 77 Fußballfelder) als Siedlungs- und Verkehrsfläche neu ausgewiesen - meist zu Lasten der Landwirtschaft und fruchtbarer Böden. Die Bundesregierung hat sich deshalb im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zum Ziel gesetzt, bis 2030 den Flächenverbrauch für Siedlungen und Verkehr auf unter 30 Hektar pro Tag zu verringern.
Die Zahl macht deutlich, dass diese Zielsetzung vor Ort von der politischen Basis noch ignoriert wird. Die Fakten sind bekannt. Zwischen Süßen und Gingen soll auf einer landwirtschaftlichen Fläche ein Gewerbegebiet von ca. 6,5 Hektar entstehen. Mit gravierenden Folgen für unsere Umwelt. Die Anzahl der unterschiedlichen Biotoptypen im Plangebiet zeigt die Strukturvielfalt des Gebietes auf. Neben bestehendem Streuobstbestand, Feldhecken, Gebüschen, und Baumgruppen, werden Teile des Gebietes als Ackerflächen und Grünland genutzt. Das Gebiet weist somit eine hohe ökologische Gesamtwertigkeit auf.

Die vorgelegte Habitatpotentialanalyse verdeutlicht die Wertigkeit des Gebietes als Lebensraum für streng geschützte und besonders geschützte Arten. In mindestens 6 Streuobstbäumen finden sich Höhlen mit vorhandener Holzzersetzung. Der Lebensraum von Höhlenbrütern, Fledermäusen und auf Totholz angewiesene Käfer liegt somit vor.
Darüber hinaus liegen geeignete Habitate für die Zauneidechse vor. Zudem befindet sich in diesen Wiesenflächen eine nach EU-Recht geschützte FFH Mähwiese. Durch den Verlust dieser hochwertigen landwirtschaftlichen Anbauflächen wird die Landwirtschaft doppelt benachteiligt. Einmal durch den Verlust der Flächen und zum anderen durch die Bereitstellung von weiteren Ausgleichsflächen.

Eine Bebauung führt zu kleinklimatischen Veränderungen und einer Unterbrechung der Frischluftzufuhr für Süßen, was nicht nur das Wohlbefinden der Menschen beeinträchtigt, sondern auch im Kleinen durch die Aufheizung der versiegelten Flächen zur Beschleunigung der Klimakatastrophe beiträgt. Die Folge ist eine anwachsende Hochwassergefahr und eine gestörte Grundwasserneubildung. Wassergewinnung aus Brunnen wird in der Zukunft immer wichtiger, deshalb sind die Auen neben einem Wasserschutzgebiet immens wichtig. Auch das Insektensterben wird durch diese Bodenversiegelung weiter beschleunigt. Zahlreiche andere Arten, wie die Goldammer, sind natürlich auch betroffen.
Gehen Sie zwischen Süßen und Gingen spazieren und stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge die Gewerbebebauung zwischen Querspange und B466 vor.
Für den NABU ist es daher eindeutig, dass wir uns auf die Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen besinnen müssen, wie es im Artikel 20a des Grundgesetzes als ein Staatsziel der Bundesrepublik ausgeführt wird. Deshalb lehnt die Vorstandschaft des Nabu Mittleres Filstal und Lautertal die Entwicklung und den daraus folgenden Flächenverbrauch für das Gewerbegebiet "Gewerbepark Auen" ab.



  Bild und Text von Eberhard Herrmann und Bernd Wacker


 

Pressemitteilung:
NABU Gruppe Süßen und Umgebung gibt sich einen neuen Namen

Die NABU Gruppe Süßen und Umgebung nennt sich ab sofort: „NABU Gruppe Mittleres Filstal und Lautertal“!
Damit möchte die Ortsgruppe, die ja schon seit Jahrzehnten im Gebiet des mittleren Filstals und Lautertals aktiv ist, ihr Tätigkeitsgebiet im Namen besser abbilden. Die Gruppe ist mit aktiver Naturschutzarbeit in den Städten/Gemeinden Donzdorf, Gingen, Lauterstein, Ottenbach, Süßen, Salach und Schlat sowie Heiningen und Eschenbach tätig und unterhält und pflegt in den meisten genannten Städten/Gemeinden verschiedene Biotope, Betreuungsgebiete sowie Naturdenkmale. Ihre nahezu 600 Mitglieder sind auch auf alle diese Städte/Gemeinden verteilt und finden sich im neuen Namen besser vertreten.
Die NABU Gruppe erhofft sich mit dem neuen Namen auch eine bessere Akzeptanz in den oben genannten Kommunen für ihre gemeindeübergreifende Vereinsarbeit, den Naturschutz kennt ja bekanntlich keine Grenzen! Die neuen Kontaktdaten der NABU Gruppe lauten www.nabu-fils-lauter.de sowie info@nabu-fils-lauter.de
Besuchen sie gerne unsere Homepage, dort werden sie immer über unsere Veranstaltungen und Aktivitäten auf dem laufenden gehalten.

 


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  NABU-FILS-LAUTER
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  Exkursion zum
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  14.04.2026 10:00 Uhr
  Ausflug zum
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  Stuttgart

 
  19.04.2026 08:00 Uhr
  Tagesausflug zum
  Plessenteich
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  08.05.2026 18:00 Uhr
  Exkursion zu
  den Lurchis
  Wanderparkplatz beim
  Grünenberg

 
  19.06.2026 17:00 Uhr
  Exkursion
  Düfte und Gerüche
  der Natur
  Wanderparkplatz beim
  Grünenberg

 
  31.07.2026 20:15 Uhr
  Fledermaus-
  beobachtungen
  im Schlater Wald
  Wanderparkplatz
  Schlater Wald

 
  01.08.2026 20:45 Uhr
  Abendlicher Ausflug
  der Großen Mausohren
  Katholische Kirche
  Nenningen

 
  22.08.2026 18:00 Uhr
  NABU Sommerfest
  beim Baierhof
  Süßen

 
  29.08.2026 19:30-21:30 Uhr
  Batnight 2026
  Fledermäuse
  am Rohrwasen
  Heiningen

 
  18.09.2026 18:00 Uhr
  Biotoppflege
  bei den Büffeln
  Rohrwasen
  Heiningen

 
  03.10.2026 08:30 Uhr
  Vogelzug-
  Beobachtungen
  am Fränkel
  Wanderparkplatz
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  Unterböhringen

 
  17.10.2026 13:00 Uhr
  Biotoppflege
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  mit Abräumen
  Bühlwiese/Süßen

  05.11.2026 19:00 Uhr
  Prof.Dr.Gert Rosenthal
  Vortrag zum Thema
  Wildnis in Deutschland
  Stadthalle
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  07.11.2026 09:00 Uhr
  Begehung der
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  Betreuungsgebiete
  Parkplatz Süßen

 
  Biotoppflege = grün
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  Sitzungen,  Feste
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  Details Programm
  Details Pflegeplan
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Naturgeburtstag mit Sandra Stengel

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