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Ein Blick hinter die Kulissen des Naturkundemuseums
Stuttgart
Das Naturkundemuseum Stuttgart
ist eine der 6 großen naturkundlichen Sammlungen in
Deutschland und beherbergt mehr als 11 Mio. Objekte
aus den Fachgebieten Botanik, Insektenkunde, Paläontologie
und Zoologie.
Diese sind für die Öffentlichkeit im
Allgemeinen nicht zugänglich.
Der langjährige Mitarbeiter des Museums Dr. Joachim
Holstein wird uns in einen Teil dieser Bereiche führen und
aufzeigen, dass das Naturkundemuseum nicht nur ein
klassisches Museum ist, sondern längst eine
außeruniversitäre Forschungsinstitution.
Treffpunkt: Vor dem Haupteingang des
Naturkundemuseums am Löwentor
Leitung: Dr. Joachim Holstein
Uhrzeit: 10.00 Uhr
Datum: Dienstag, 14.04.2026
Anmeldung erforderlich bis zum
22.03.2026 unter info@nabu-fils-lauter.de
oder 07161-84022 bei Michael Nowak,
max. 20 Personen.
Text: Michael Nowak
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Biotoppflegemaßnahmen in der Immenhalde
Der nächste Einsatz steht schon
wieder kurz vor der Türe.
Am Samstag, 7. 3. 2026 treffen wir uns dazu direkt
vor Ort (siehe
Anfahrtsskizze) ab 9:00 Uhr in der Immenhalde
zwischen Süßen (am südlichen Ende des Industriegebiet
Schelmenwasen) und Salach (Industriegebiet Dugendorf).
Die Pflegearbeiten werden wohl bis
zum Mittag gehen. Es gibt auf jeden Fall viel zu tun.
An diesem Nordhang müssen die Obstbäume
geschnitten und der Baumschutz für die Beweidung
erneuert oder ausgebessert werden. Weiter ist der Rückschnitt
einzelner Hecken im Randbereich geplant.
Wir würden uns über zahlreiche
helfende Hände freuen. Gerne auch Rückmeldung, wer sich
ein wenig Zeit einplanen kann.
Vielen Dank !
Bei eventuellen Rückfragen:
Eberhard Herrmann, Markus Pressmar, Peter Menrad.
Bericht:
Frisch, aber topp Wetter!
Die umfangreichen Pflegearbeiten konnten bis zum Mittag
von den 10 fleißigen Helfern erfolgreich abgeschlossen
werden.
An diesem Nordhang wurden die Obstbäume
geschnitten und der Baumschutz für die Beweidung
erneuert und teilweise abgebaut, sowie die frischen
Brombeertriebe ausgerissen.
Im halbvollen Teich entdeckten wir die ersten
Laichballen von Fröschen.

Text: E. Herrmann; Bilder: E.
Herrmann, W. Jakob und K. Dirr-Galisch
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Biotoppflegemaßnahme Wiesgärten
Kaum ist die letzte Pflegemaßnahme
verdaut, folgt schon die nächste.
Hierzu treffen wir uns direkt vor Ort in den Wiesgärten
zwischen Süßen und Donzdorf am Samstag,
28.02.2026 ab 9:00 Uhr. (siehe Anfahrtsskizze 1 /
Anfahrtsskizze 2)
Der Einsatz ist ganztägig (für
Verpflegung wird gesorgt).
Jede helfende Hand ist herzlich willkommen, egal ob
nur für 1 Stunde oder mehr;
denn nur gemeinsam können wir die Einsätze meistern, um wertvolle
Lebensräume für Fauna und Flora zu erhalten.
Die anfallenden Arbeiten – siehe Pflegeplan
Wozu machen wir das? Unsere Streuobstbäume
benötigen den richtigen Schnitt, egal ob Erziehungs-
oder Erhaltungsschnitt; zur Sicherung der feuchten
Hochstaudenflur, dominierend vom Mädesüß und
Zottigen Weidenröschen, erfolgt eine
abschnittsweise Mahd zur Schonung der Fauna und um die
Bestände der Sumpfdotterblume und in den
Randbereichen die Sumpf-Schafgarbe und den Schlangen-Knöterich
zu erhalten/fördern.
Dabei werden auch die Laichgewässer vom Grasfrosch
& Co freigestellt.
Bei eventuellen Rückfragen:
Peter Menrad: 07165-20018 oder am Tag vom Einsatz unter
0176-40462906.
Peter und ich werden bereits am
Freitag, 27.02.2026 in Vorarbeit gehen, d.h.,
weitgehend die maschinellen Arbeiten ausführen. Wir
treffen uns um 08:30/09:00 Uhr in den Wiesgärten. Wer
hierzu uns maschinell oder von Hand (Freischneider,
Motorsäge oder mit Forstsense) unterstützen möchte – sehr
gerne.
Ich werde am Samstag nicht dabei
sein - wünsche aber schon einmal gutes Gelingen und
trockene Witterung.
Bilder und Text von Michael Nowak
Bericht:
Bei schönstem
Frühlingswetter haben insgesamt 12 Helfer den
Arbeitseinsatz durchgeführt, mit so einer starken Truppe
waren wir dann schon zur Mittagszeit mit den meisten
Arbeiten fertig.
 
Lediglich das neue Sandarium wurde
am Nachmittag noch abschließend für die neue Saison
hergerichtet!
Das gemeinsame Vesper um 12
Uhr schmeckte nach so einer Arbeit und bei diesem Wetter
besonders gut!
Der nächst Einsatz findet am
kommenden Samstag in Süßen auf der Immenhalde statt, eine
Einladung erfolgt noch!
Bilder und Text: Wolfgang Jakob
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Biotoppflegeeinsatz auf der Bühlwiese
Der nächste Arbeitseinsatz ist
bereits kommende Woche auf der Bühlwiese bei Süßen bzw. im
Naturdenkmal Feuchtwiese Hürbelsbach (Schutzgebiets-Nr.
81170490013 mit knapp 1,2 ha), so die offizielle
Bezeichnung.
Anstehende Arbeiten sind Kopfweiden
schneiden, Weiden auf Stock setzen entlang vom Krebsbach
sowie der Rückschnitt von Gehölzen und eine kleine
Teilflächenmahd in der Hochstaudenflur. Das Schnittgut
wird am Rand vom Grundstück zur Abholung aufgeschichtet.
Pflegeplan
Geplant ist, sofern es nicht stark
regnet oder gar schneit, Samstag, 21.02.2026.
Treffpunkt ab 13:00 Uhr direkt vor Ort GPS:48°40'35"N
9°46'50"E (siehe
Anfahrtsskizze)
Ziel der Maßnahme ist u.a., den Bach
auslichten, so dass genügend gut besonnte Abschnitte
wieder entstehen und die Offenhaltung der Feuchtwiese. Wer
also Lust und Zeit hat – wir freuen uns über eine kurze
Rückmeldung, wer an dem Nachmittag helfen kann, herzlichen
Dank. Bei Rückfragen: Michael Nowak, 07161-84022, unter info@nabu-fils-lauter.de oder am Tag
vom Einsatz unter 0151-52995998.
Bericht:
Dauerregen – mal mehr,
mal weniger. Kein optimales Wetter um draußen zu
arbeiten.
Am Morgen hatten wir noch die Info über unsere
WhatsApp-Dauerschaffer Gruppe gegeben, dass es
vielleicht besser ist heute zuhause zu bleiben. Aber 3
alte Hasen, ein eingespieltes, regenressistentes
Trio haben dem Wetter Paroli geboten; es konnten
planmäßig sogar alle Arbeiten ausgeführt werden und
waren sogar vor der Kaffeezeit noch fertig.
Was macht man nicht alles für
die Gesundheit – die einen gehen Eisschwimmen
oder halb nackt bei Minustemperaturen wandern und wir
lassen uns bei der Biotoppflege halt bis auf die Haut
einregnen.
Was wohl das Rostgans-Pärchen,
welches sich unser Tun geraume Zeit anschaute, dabei
dachte ?
"Haben die Zweibeiner denn kein Bürzeldrüsensekret mit
wasserabstoßender Wirkung ?
Sehen so klitschnass aus, aber solange sie keine
Federn lassen ist ja alles bestens."

Bilder und Text von Michael Nowak
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Exkursion zum Vogel des Jahres 2026

Bild: Nabu
Am Sonntag, den 15.03.2026
findet eine Exkursion zum Vogel des Jahres 2026, dem Rebhuhn
statt.
Ziel ist ein Gebiet im Raum Tübingen in dem vom NABU-Vogelschutzzentrum
Mössingen in den letzten Jahren in einem Projekt
daran gearbeitet wurde, den noch vorhandenen Restbestand
dieses Charaktervogel der offenen Feldflur zu sichern und
ihm wieder zu mehr geeignetem Lebensraum zu verhelfen. Frau
Kilchling-Hink zeigt uns am Nachmittag ab 15 Uhr den
Lebensraum des Rebhuhns vor Ort und erzählt uns viel über
die Lebensweise und das Schutzprojekt des Jahresvogels.
Am Abend, kurz vor Einbruch der Dunkelheit besteht
die Möglichkeit, an einem Monitoring mit teilzunehmen und
mit Glück das Rebhuhn dann auch zu verhören oder gar zu
sehen!
Zur Fahrt nach Tübingen werden
Fahrgemeinschaften gebildet.
Es ist eine Anmeldung erforderlich bis zum 01.03.2026
bei W. Jakob unter 07162 41055 oder info@nabu-fils-lauter.de
!
Unkostenbeitrag: 5.- € pro
Teilnehmer
Leitung: Frau Kilchling-Hink / Wolfgang Jakob
Treffpunkt: Parkplatz am Rathaus von Süßen um 13.30 Uhr
Text von Wolfgang Jakob
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Obstbäume auf der Streuobstwiese richtig schneiden
Die Streuobstwiesenflächen
um unsere Städte und Dörfer hier in der Region
bereichern das Landschaftsbild und haben einen hohen
Stellenwert in der Biodiversität.
Hochstämmige Obstbäume sind
langlebige Gehölze, die bei guter Pflege ein Ertrags-
und Lebensalter von fünfzig bis einhundert Jahren
erreichen. Im Vordergrund steht in den ersten Jahren nicht
der Fruchtertrag, sondern ein zügiger Aufbau des
Kronengerüsts. Die Ertragsphase bei diesen Obstgehölzen
beginnt in der Regel ab dem 7. bis 10. Standjahr und hat
ihren Höhepunkt oft erst im Alter von 30 bis 50 Jahren.
Wir zeigen ihnen was sie bei einem Erziehungsschnitt
in den ersten Jahren nach der Pflanzung von jungen
Obstbäumen beachten müssen. Außerdem werden wir
Ihnen auch einen Verjüngungsschnitt an alten
Obstbäumen vermitteln und erklären warum wir gegen
den Mistelbefall an unseren Apfelbäumen so intensiv
vorgehen.
Der NABU Mittleres Filstal und
Lautertal bietet schon seit vielen Jahren allen
interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Obstbaumschnittkurs
an.
Der findet am Samstag, 7.
Februar 2026 um 13.00 Uhr in den Wiesgärten statt.
Ausweichtermin bei ganz schlechtem Wetter ist der 21. 2.
am gleichen Ort auf der Wiese zwischen Süßen und Donzdorf
nähe Baierhof.
Wolfgang Nägele, Peter Menrad,
Markus Pressmar und Eberhard Herrmann freuen sich auf Ihr
Interesse.
Bei Fragen wenden sie sich an Eberhard Herrmann, Tel.:
07162/6262 oder Wolfgang Jakob 07162/41055
Markus Pressmar erklärt wie wichtig es ist, dass die
Veredlungsstelle bei der Pflanzung aus der Erde schaut.
An
einem jungen Apfelbaum zeigt Wolfgang Nägele und Peter
Menrad den Erziehungsschnitt.
Text und Bilder von Eberhard
Herrmann
Bericht:
45 Interessierte Personen waren
bei sonniger, frühlingshafter Witterung auf das
Grundstück des Naturschutzbundes Mittleres
Filstal und Lautertal (NABU) in
den Wiesgärten zwischen Süßen und Donzdorf gekommen,
um Kenntnisse über den Baumschnitt an Streuobstbäumen
zu erlernen oder zu erweitern. Wolfgang Jakob vom NABU
begrüßte die Teilnehmer zu diesem Baumschnittkurs mit
dem Schwerpunkt „Schnittunterweisung an Hochstämmen im
Streuobstbau“.

Mit Hilfe von den 3 Profis im
Obstbaumschnitt, Wolfgang Nägele, Peter Menrad und
Markus Pressmar konnte in drei Gruppen der
Erziehungsschnitt an frisch gepflanzten Apfelbäumen
erläutert werden. Dieser muss in den ersten Jahren
konsequent erfolgen, damit der Baum eine schöne und
lichte Krone aufbaut. Fachmännisch demonstrierten sie,
wie man Leitäste mit Holunderstreben abspreizt und
Fruchtäste herunterbindet. Danach wurden 10- und
20-jährige Bäume geschnitten, um den Kursteilnehmern
den Schnitt zur weiteren Entwicklung der Bäume zu
demonstrieren. Ebenso wurden auch die alten Bäume
thematisiert wie mit wenigen Schnitten diese
vitalisiert und somit
wieder fit für weitere Jahre sind.
Markus
Pressmar erklärt den Erziehungsschnitt eines ca. 5
Jahre alten Baums
Unsere Dörfer und Städte
hier in der Region waren meistens umgeben von
Streuobstwiesenbeständen. Baumaßnahmen haben diese
wertvollen Lebensräume in den letzten Jahren
erheblich reduziert. Deshalb müssen die Kommunen
umdenken und sorgsamer und sensibel mit dem Grund
und Boden ihrer Gemarkung umgehen, das meinten die
drei Dozenten. Ebenso ermutigten sie die
Kursteilnehmer, nicht nur ihren alten Baumbestand
zu pflegen, sondern auch rechtzeitig mit
Neupflanzungen zu verjüngen. Zudem ist ein immer
stärkerer Mistelbefall der Apfelbäume zu
beobachten. Der NABU und der Landkreis Göppingen
haben Informationsbroschüren zu diesem Problem
verfasst, in denen erklärt wird, wie wichtig es
ist, bei der Baumpflege die Misteln zu entfernen.
An einem jungen
Apfelbaum zeigen Wolfgang Nägele und Peter Menrad
den Erziehungsschnitt.
Im Namen des NABU und der
Kursteilnehmer bedankte sich Eberhard Herrmann bei
Wolfgang Nägele, Peter Menrad und Markus Pressmar
für ihre professionellen Ausführungen und wies
darauf hin, dass an gleicher Stelle im nächsten
Jahr wieder ein Schnittkurs stattfinden wird.
Bilder von Wolfgang Jakob und Eberhard Herrmann;
Text von Wolfgang Jakob
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Bericht der Mitgliederhauptversammlung am 17.Januar
2026
17 Mitglieder konnten von
Vorstand Wolfgang Jakob begrüßt werden.
Danach folgte eine Gedenkpause für die verstorbenen
Mitglieder !
Weiter ging es mit einem bebilderten
Jahresrückblick vom Jahr 2025, vorgetragen von
Wolfgang Jakob und Bernd Wacker. Dieser Jahresrückblick
dient gleichzeitig als Tätigkeitsbericht des
Vorstandes für das vergangene Jahr und konnte einmal
mehr anschaulich belegen, dass auch im Jahr 2025 vieles
von der NABU-Gruppe geleistet und gearbeitet wurde,
aber auch viel Schönes zusammen erlebt werden konnte!
Im Anschluss daran folgte der
Kassenbericht, vorgetragen von Walter Schmid sowie
der Bericht der Kassenprüfung, durchgeführt von
Gebhard Schürle, gefolgt von der einstimmigen
Entlastung des Kassierers und des gesamten
Vorstandsteams.
Danach wurde eine Satzungsänderung
beschlossen. Dabei ging es im Wesentlichen um
Änderungen der Satzungen des Bundesverbandes sowie des
Landesverbandes, diese Anpassungen sind auch immer in die
Gruppensatzungen zu übernehmen.
Nach einem kurzen Ausblick auf
die geplanten Aktivitäten im kommenden Jahr wurde
der offizielle Teil der Mitgliederhauptversammlung gegen
21.30 Uhr beendet und die Besucher nutzten die Zeit danach
für Gespräche und Diskussionen untereinander, ehe der
Abend gegen 22.30 Uhr ausklang.
Text und Bild von Wolfgang Jakob
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Biotopflegeeinsatz auf der Rauhen Wiese (Westliche
Birkenhülbe)
Teil 1 unserer gemeinsamen
Biotoppflegeaktion, zusammen mit dem Bund Naturschutz
Alb-Neckar,
erfolgreich gemeistert.
Dazu haben sich am 17. Januar
2026 10 Helferinnen und Helfer getroffen, um die
bereits umgesägten Weiden aus der Fläche rauszuziehen und
am Wegrand für den Abtransport aufzuschichten.
Da an dem Tag noch andere Termine anstanden „han mir
gschaffd wia die weldmeischdr“. „
„Schaffa kennd aber au so schee
sei, wenns net so a Gschäfd wär“ hätte sich so
mancher Schwabe dabei gedacht.
Aber was macht man nicht alles um die einmaligen
Überbleibsel einer ganz besonderen Pflanzen- und
Tiergesellschaft eines alten Landschaftsbildes zu
erhalten. Ziel der ganzen Aktion war, dass die sogenannte
Gehölzsukzession (dort primär die Mandelweide Salix
triandra), welche die gefährdeten Pflanzengesellschaften
zunehmend beschatten, zurückzunehmen.
Im Tal war es sonnig und der Schnee
schon weitgehend weg. Auf der Alb hingegen noch
Schneereste und ziemlich neblig, nahezu mystisch, wie es
sich für „Moorlandschaften“ gehört.
Aus dem Heimatbuch von Böhmenkirch
kann man eine treffende Beschreibung des Ulmer
Historikers und Topograph Johannes Hercules Haid aus dem
Jahre 1786 entnehmen und verhalf der „Rauhen Wiese“
erstmals zu literarischem Ruhm: „Auf dem Wege nach
Steinenkirch, wohin beinahe 2 Stunden sind, kommt man
über das rauhe Ried, eine Ebene, welche ganz diesen
Namen verdient; dürres Gras ohne Blumen, die Rainen
ausgenommen, große Erdfälle, gegen Röthenbach tiefes
Sumpfland, erschreckt jeden Wanderer“.
Da schlägt unser Herz höher – was
für eine großartige Naturlandschaft es damals doch
war und
wie wertvoll unser Einsatz für das Verbliebene stets ist !
Text von Michael Nowak und Bilder
von Eberhard Herrmann
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Pressemitteilung des NABU Mittleres Filstal und
Lautertal
05.01.2026
Meise, Kleiber und
Rotkehlchen richtig füttern - NABU-Tipps zur
fachgerechten Winterfütterung von Gartenvögeln
Die kalte Jahreszeit bleibt uns mit
Frost, Schmuddelwetter und Regen wohl noch eine Weile
erhalten,
deshalb ist es noch immer zu empfehlen, die
Futtergeräte für die Winterfütterung bereit zu stellen
und für schmackhafte Körner und Mischungen zu sorgen.
Die Winterfütterung erlebt eine
Renaissance bei uns im mittleren Filstal und das ist
sehr erfreulich, betont der NABU im „Mittleren Filstal und
Lautertal“. Angesichts des zunehmenden Vogelschwunds
möchten viele Menschen selbst einen Beitrag leisten,
damit Gartenvögel besser durch den Winter kommen.
Optimal wäre es, wenn unsere Vögel
wieder das ganze Jahr über in freier Natur satt werden und
sich in naturnahen Gärten und einer bunten
Kulturlandschaft an einer Vielzahl an Beerensträuchern
sowie Samen und Körnern, zum Beispiel auf Stoppelfeldern,
bedienen könnten!
Zusätzlich ist das Füttern ein schönes Naturerlebnis, bei
dem Artenkenntnisse vermittelt werden und vor allem auch
Kinder und Jugendliche die flinken Flugkünstler aus
nächster Nähe erleben können.
Wer am Futterplatz viele
verschiedene Vogelarten beobachten kann, befasst
sich eher mit deren Lebensweise, ihren Gefährdungen und
ihrem Schutz, das gilt auch für Kinder. So kann das
Füttern von Vögeln zum Naturerlebnis werden, insbesondere
Kinder sind regelrecht begeistert, wenn sich die
verschiedensten Vogelarten an der Futterstelle einfinden!
Klar ist: Nicht jedes Futter
schmeckt auch jedem Vogel.
Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten
gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne,
Freiland-Futtermischungen enthalten zusätzlich andere
Samen verschiedener Größe, die von der einen oder anderen
Arten bevorzugt werden.
Grundsätzlich gibt es reine
Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern,
diese sind mit einem kräftigen Schnabel ausgerüstet und
fressen am liebsten Sonnenblumenkerne, Hanf und andere
Sämereien.
Daneben überwintern bei uns die Weichfutterfresser
wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel und
Star. Sie bevorzugen tierische Kost oder nur sehr feine
Sämereien. Hinzu kommen die flexiblen „Allesfresser“
wie Meisen, Spechte und Kleiber, die im Winter von
Weichfutter auf Körner umstellen.
Wer also eine Vielzahl an Vögel
beobachten möchte, kann mehrere Plätze mit
unterschiedlicher Nahrung anbieten,
dann ist für jeden etwas dabei!
Für die einen kann in Bodennähe ein
Futterspender mit Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie
aufgestellt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass
dieses Futter nicht verdirbt. Es gibt spezielle
Bodenfutterspender, die sich dafür besonders eignen.
Wer Vögeln mit Füttern durch den Winter hilft, sollte aber
einige Grundregeln beachten, es sollte peinlich auf
Sauberkeit am Futterplatz geachtet werden. Futterröhren
mit nachrutschendem Futter, Fettblockhalter und
andere, kleinere Futtergeräte sind deshalb die
bessere Wahl. Eine Großkantine für Vögel birgt das Risiko,
dass sich Krankheitskeime ausbreiten können.“ Für die
Weichfutter- und Allesfresser eignen sich auch
Fett-Körner-Mischungen wie Meisenknödel und Ringe, sofern
sie gut erreichbar und nicht in Plastiknetze verpackt
sind.
Die drei goldene Regeln zur
Winterfütterung zusammengestellt:
1. Keine Speisereste verfüttern – am gefährlichsten sind
gesalzene Speisen!
2. Artgerechtes Futter für die Vögel verwenden:
Energiereiche Samen und Nüsse wie Hafer, Maisflocken,
Sonnenblumenkerne. Die Mischung machts, damit Feinfresser
wie Rotkehlchen und Heckenbraunelle auch was finden!
3. Statt große Futterhäuschen lieber Futtersäulen und
Futtertrichter oder Kleinfutterhäuser nutzen, da das
Futter hier besser geschützt ist und keine Krankheitskeime
übertragen werden!
Text von
Wolfgang Jakob
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Erster Arbeitseinsatz im neuen Jahr - fleißige Helfer
für den Naturschutz im Rohrwasen
Bei unserem 1. Einsatz mit 11
Helfern haben wir die Zauntrasse der Büffelweide
freigestellt und sind den ewig alles überwuchernden
Brombeersträuchern zu Leibe gegangen. Ein paar Tage zuvor
wurde schon wurde einiges mit dem Freischneider entfernt.
Nun musste von der Gruppe das Schnittgut außerhalb der
Einzäunung deponiert werden.
Ab 9.30 war die „Nabu-Aktiven“
der NABU-Gruppe Mittleres Filstal und Lautertal im
Einsatz, es war kalt und die stehenden Gewässer waren
zugefroren aber wir hatten tolles Wetter. Mit zwei
Freischneidern haben wir dann noch viele weitere
Brombeersträucher und anderen Aufwuchs entfernt, der
sofort von den fleißigen Helfern abtransportiert wurde.
Um cirka 12. 30 Uhr beendeten wir den Einsatz und
plauschten noch ein bisschen in der Sonne.
Text und Bilder von E. Herrmann, K.
Dirr-Galisch und F. Friedsam
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Die NABU-Gruppe Mittleres Filstal und Lautertal wünscht
allen seinen Mitgliedern und Freunden
ein frohes Weihnachtsfest,
ein paar Tage Gemütlichkeit mit viel Zeit zum Ausruhen,
Genießen und Kräftesammeln
sowie viel Gesundheit und Zufriedenheit für das kommende
Jahr.
Des
Weiteren wünschen wir ihnen auch viel Spaß und Freude
bei allen Aktivitäten in der Natur !
Die
Vorstandschaft des NABU Mittleres Filstal und Lautertal
Text von
Wolfgang Jakob
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Einladung zur Mitgliederhauptversammlung
Am Samstag, den 17.Januar 2026 findet
um 19:30 Uhr im Gasthaus "Löwen" in Süßen
die Mitgliederhauptversammlung der NABU Gruppe
Mittleres Filstal und Lautertal statt.
Dazu möchten wir alle Mitglieder sehr herzlich einladen.
Die Tagesordnung sieht vor:
1) Begrüßung
2) Bericht des Vorstandes (Bildpräsentation)
3) Entlastung des Vorstandes
4) Satzungsänderung (Link zum Satzungsentwurf)
(Kurzbeschreibung der
Änderungen)
5) Ausblick und Verschiedenes
Wir würden uns sehr freuen, sie/euch
bei unserer Mitgliederhauptversammlung begrüßen zu dürfen.
Vor der Versammlung besteht ab 18:30
Uhr die Möglichkeit im "Löwen" zu essen.
Wir freuen uns auf euer Kommen !
Ihre Vorsitzenden der NABU Gruppe
Mittleres Filstal und Lautertal
Text von Wolfgang Jakob
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Nachlese zum Schülerferienprogramm August 2025 -
Waldmobil zu Gast auf der Jugendfarm am Baierhof
„Tiere des Waldes – den Tätern
auf der Spur“ begeisterte junge Naturforscher
Süßen – Unter dem Motto „Tiere des
Waldes – den Tätern auf der Spur“ konnten Kinder im Rahmen
des Schülerferienprogramms auf spannende Entdeckungstour
gehen. Auf Einladung der Stadt Süßen, der Kinder- und
Jugendfarm Süßen sowie des NABU Mittleres Filstal und
Lautertal machte das Waldmobil der Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald (Landesverband Baden-Württemberg e.?V.)
Halt in Süßen – ein Highlight für kleine Naturforscher.
Im Wald oberhalb des Baierhofes
machten sich die Kinder zunächst auf die Suche nach gut
versteckten Waldbewohnern – aus Holz gefertigt, aber
täuschend echt. Reh, Dachs oder Waldohreule waren nur
einige der Tiere, die es zu entdecken galt. Anschließend
konnten die Kinder verschiedene Felle ertasten und
zuordnen. Dabei lernten sie Spannendes über die Tiere und
ihre Lebensweise: Etwa, dass sich das Fell des
Wildschweins hervorragend eignet, um sich selbst in einen
„Schwarzkittel“ zu verwandeln, oder dass das Winterfell
des Wiesels – mit Ausnahme der schwarzen Schwanzspitze –
komplett weiß ist.
Nach einem stärkenden Vesper standen
tierische Rollenspiele auf dem Programm: Als Wildschweine
suchten die Kinder nach Futter, während kleine „Wölfe“
versuchten, Rehe aufzuspüren. Zum Abschluss durften die
jungen Teilnehmer noch die Tiere der Jugendfarm streicheln
und füttern – ein Höhepunkt, der bei allen gut ankam.
Ein herzlicher Dank gilt allen
Beteiligten für diese rundum gelungene Veranstaltung.
Finanziell ermöglicht wurde das Erlebnis durch die
Unterstützung der Nussbaum-Stiftung.
Bilder von Eberhard Herrmann und Text von Anke Bauer
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Biotoppflegearbeiten auf der Bühlwiese in Süßen
Breitblättriges
Knabenkraut Dactylorhiza majalis
Jedes Jahr stehen die notwendigen
Pflegearbeiten auf unserer Feuchtwiese an:
Teilflächen sind zu mähen und kleine Gehölzarbeiten stehen
an. Die Notwendigkeit begründet sich mit der Vielfalt
an Tier- und Pflanzenarten, die auf die offenen,
besonnten Bereiche angewiesen sind, wie z.B. das vom
Breitblättrigen Knabenkraut Dactylorhiza majalis.
Dieses Jahr konnten erfreulicherweise Blütenstände im
3stelligen Bereich gezählt werden !
Wir treffen uns dazu am Samstag,
18.10.2025 um 13 Uhr direkt an der Wiese in Süßen.
Die benötigten Arbeitsmittel sind alle vor Ort, um das
Mähgut abzuräumen.
Also,wer ist dabei ? - dann
bitte eine kurze Rückmeldung an Michael Nowak 07171-84022
oder unter info@nabu-fils-lauter.de
Bericht:
Unser erster Biotoppflegeeinsatz im
Herbst ist fast geschafft !
Leider hatte unser jahrzehntealter
Balkenmäher uns darauf aufmerksam gemacht, dass auch
er eine richtige Pflege benötigt, um optimal
arbeiten zu können. Die abgebrochene Schraube war
ursächlich nicht der Grund, sondern ein Lager, weshalb
dieser in Reha musste, um für künftige Einsätze wieder fit
zu sein.
Die verbliebene, kleine Wiesenfläche wird dann im Zuge der
geplanten Gehölzarbeiten voll gemäht.

Dank unserer schlagkräftigen
Mannschaft von 10 Helferinnen und Helfer waren wir
fast in Windeseile mit dem Abräumen fertig und hatten noch
Zeit zum „After-Work-Plausch“.

In hohem Bogen flogen dabei die
abgemähten „Blümelein und Gräser“ auf den Anhänger
für den Abtransport.
Hat jemand Lust in unserer
Mannschaft mitzuhelfen? – wir würden uns freuen -
auch über jüngeres Blut, da, wie auch unser Balkenmäher,
wir auch schon in die Jahre gekommen sind (Ü50 ++).
Unsere kommenden Einsätze für 2025/2026 werden demnächst
terminiert.
Wer schon mal reinschnuppern möchte
– wir treffen uns am 15.11.2025 zur Begehung unserer
Betreuungsgebiete.
Bilder von Michael Nowak, Elvira
Denzinger und Wolfgang Jakob; Text von Michael Nowak
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Vogelzugbeobachtungen am Fränkel
Auch
der Fischadler kann alljährlich zu beiden Zugzeiten bei
uns beobachtet werden !
Tierwanderungen sind
allgegenwärtig, sei es auf der Suche nach einem
geeigneten Überwinterungsquartier, ins
Fortpflanzungsgebiet, in Mausergebiete und vieles mehr. In
unseren Breiten ist dabei wohl der Vogelzug eines der
faszinierendsten Erscheinungen. Jeden Herbst
verlassen uns Millionen von Zugvögeln in ihr Ruheziel bzw.
Winterquartier.
Der Blick nach oben lohnt sich dabei
auf jeden Fall, wenn Vogeltrupps über uns hinwegfliegen.
Bei dieser gemeinsamen Veranstaltung
mit dem BNAN https://www.bnan-geislingen.de
erfahren Interessierte von Markus Kückenwaitz, Eberhard
Wurster und Michael Nowak viel Spannendes über dieses
Naturschauspiel, den europaweiten Vogelschutz und
wie man vorbeifliegende Vögel bestimmen kann, auch wenn
man keine Farben sieht.
Dazu treffen wir uns am Freitag,
03.10.2025 um 8:30 Uhr am Wanderparkplatz
Fränkel/Burren zwischen Grünenberg und Unterböhringen.
Bei Rückfragen gerne melden unter info@nabu-fils-lauter.de oder bei
Michael Nowak 07161-84022.
Bericht:
Vogelzugbeobachtungen am Fränkel
– immer wieder überraschend !

Zahlreiche
Interessierte, davon auch einige Kinder mit Fernglas
bestückt
(zur Freude von uns, mit dem Gedanken – „unsere
Nachfolger“ ??), blicken erwartungsvoll in den Himmel.
Leider pfiff uns ein lebhafter, aus
südlicher Richtung kommender, kalter Wind um die Ohren und
die Vogelstimmen wurden buchstäblich vom Winde verweht.
Angekommen, am traditionellen Platz, am Nordhang vom
Fränkel, war es im Windschatten vom Berg relativ
angenehm mit guter Fernsicht. Der steife Gegenwind
hatte allerdings Auswirkungen auf das Zugverhalten,
speziell bei den kleineren Arten, wie Pieper, Lerchen,
Finken, Meisen, Drosseln, …, da bei solchen
Windbedingungen zu viel Energie verbraucht wird.
Nichtsdestotrotz
sind gut eine Handvoll ziehender Singvogel-Arten über
unsere Köpfe hinweggezogen.
Die wenigen Rauchschwalben fast
bodennah. Unter den größeren Vögeln zeigten sich recht
schön Mäusebussard, Rotmilan, Turmfalke und Kolkraben
mit ihren Flugkünsten. Ungeachtet von den
Windverhältnissen versuchte sich ein kleiner 10er Trupp
von Kormoranen die Zugrichtung zu halten. Überrascht
haben uns zeitlich früh die großen Schwärme von
Ringeltauben. Leider bekommen unsere Zugvögel nicht
nur atmosphärischen Gegenwind, der in gewisser Art und
Weise abgeschätzt werden kann. Im europaweiten Vogelschutz
versuchen aber immer wieder Leute, die Politik machen, die
Gesetze zum Vogelschutz derart aufzuweichen, was für viele
Arten fatale Folgen hätte.
Hierzu siehe auch Komitee gegen
den Vogelmord: https://www.komitee.de/de.
Abschließend fällt mir dazu noch
folgender Satz aus der Bibel für Schwoba, von Rudolf
Paul, ein: „Sogar dr Storch am Hemmel kennt saene
Zeita, ond Turteltauba, Schwalba ond Drossla haltat ihr
Zeit zom zrückkomma ae, aber maeh Volk kennt d
Rechtsordnonga vom Herrgott (JAHWE) et.“.
Im übertragenden Sinne die Gesetze zum Vogelschutz, die
viel zu viele auch nicht kennen bzw. nicht kennen wollen.
Bleiben wir hoffnungsvoll und sind
schon auf 2026 gespannt.
Bilder von Andreas Nowak und
Eberhard Wurster; Text von Michael Nowak
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Vortrag: "Insektenfreundliches Gärtnern - Mit
Unordnung zu mehr Artenvielfalt"
Eine Welt ohne das Summen und
Brummen von Insekten ist kaum vorstellbar !
Doch leider finden Insekten in
unserer aufgeräumten Landschaft immer weniger Nahrung und
Nistplätze.
Dabei haben Gärten ein großes Potential, als Oasen und
Rückzugsorte für Insekten zu dienen. Wie man
seinen Garten insektenfreundlich gestalten kann und wie
man mit wenig Arbeit viel für unsere heimischen Insekten
tun kann, zeigt die Bunte Wiese Stuttgart bei diesem
Vortrag.
Die Bunte Wiese Stuttgart https://www.buntewiese-stuttgart.de
ist eine Initiative, die sich für den Erhalt heimischer
Insektenvielfalt im Stuttgarter Raum und darüber hinaus
einsetzt, wissenschaftliche Informationen zum Erhalt der
Artenvielfalt bereitstellt und Tipps gibt, was jede(r)
einzelne tun kann, um die Artenvielfalt zu schützen.
Sie ist als eigene Sektion Teil des Entomologischen
Vereins Stuttgart.
Termin: Fr, 24.10.2025 um 19:00
Uhr. Veranstaltungsort: Katholisches Gemeindehaus
St. Mariä, Lange Str. 33 am Marienplatz in 73079 Süßen: Katholisches
Gemeindehaus Süßen.
Zu diesem wichtigen Thema werden
Dr. Maura Haas-Renninger und Tanja Schweizer vom
Naturkundemuseum Stuttgart (Abteilung Entomologie)
referieren.
Dies ist eine
Kooperationsveranstaltung zusammen mit dem BNAN https://www.bnan-geislingen.de.
Gäste sind herzlich willkommen. Bei eventuellen
Rückfragen: Michael Nowak 07161-84022 oder unter info@nabu-fils-lauter.de.
Bilder und Text von Michael Nowak
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Hülen-Tour bei den Heidhöfen
Bei dieser
Kooperationsveranstaltung, am Samstag,
06.09.2025 um 14:00 Uhr, mit dem BNAN (Bund
Naturschutz Alb-Neckar e.V.) zusammen geht es zu den
Kleingewässern der Feldhülben ins Feuersteinlehmgebiet der
Ostalb.
Auf der wasserarmen Hochfläche
der Schwäbischen Alb sind gerade die Hülen, auch
Hülben genannt, ganz besondere Lebensräume
zahlreicher, schutzbedürftiger Tiere und Pflanzen. Mit
Markus Bernath und Michael Nowak geht es auf eine kleine
Rundwanderung zu diesen Kleinoden inmitten
landwirtschaftlicher Nutzflächen.
Keine Hülbe gleicht der anderen und ist einzigartig. Wir
möchten diese sensiblen Lebensräume ihnen
näherbringen – nach dem Motto, nur das was man kennt
schätzt und schützt man auch.
Gäste sind stets herzlich willkommen.
Treffpunkt ist am Wanderparkplatz Kolomankapelle
bei den Heidhöfen (Böhmenkirch).
Bitte um Beachtung der aktuellen
Straßensperrungen in Böhmenkirch und Steinenkirch.
Bei eventuellen Rückfragen:
Michael Nowak (07161 - 84022) oder unter info@nabu-fils-lauter.de.
Es lohnt sich auch ein Blick auf
unsere Homepage und auf die Homepage des BNAN https://www.bnan-geislingen.de.
Bericht:
Unsere gemeinsame Exkursion,
zusammen mit dem Bund Naturschutz Alb-Neckar ( https://www.bnan-geislingen.de/exkursion/huelen-tour-bei-den-heidhoefen)
war erfreulich gut besucht mit knapp 40
Naturinteressierten.
Die Hülben-Tour führte uns zunächst
an die Neue Hülbe, die größte auf der sogenannten
Rauhen Wiese.
Weiter ging es über die Westliche Birkenhülbe zur
Kolmannshülbe. Auf dem Rückweg noch ein kleiner
Stopp bei der Östlichen Birkenhülbe. Die hier auf
der Albhochfläche besonderen geologischen Verhältnisse mit
den Feuersteinlehmen ermöglichte die Entwicklung
nährstoffarmer, saurer und Wasser stauender Böden.
Hinsichtlich dessen haben sich
dadurch spezielle Pflanzen und Tiere ansiedeln können, die
sich vielfach in der Roten Liste wiederfinden. Viel war im
September schon verblüht, wie Fieberklee, Sumpf-Blutauge
und Baldrian. Hingegen war in voller Blüte der wertvolle
Nektarlieferant mit dem mysteriösen Namen Teufelsabbiss,
aber auch das Heidekraut, die Blutwurz oder der
Brennende Hahnenfuß zeigten sich in ihrer Pracht.
Vereinzelt noch Färber-Ginster und Schlangen-Knöterich.
Das Glanzlicht aus botanischer Sicht war
allerdings der gelb blühende Nickende Zweizahn,
welcher nach jahrzehntelanger Abwesenheit an mehreren
Stellen wieder zu finden ist. Sicherlich kommt der Pflanze
die Pflegemaßnahmen zugute, welche wir, gemeinsam mit dem
BNAN seit 2023 in Absprache mit dem LEV durchführen.

Zu den gefiederten Highlights zählte
u.a. eine wunderschöne, diesjährige Rohrweihe, die
in geringerer Höhe, im Suchflug an uns vorbeigeflog. Ganz
zum Schluss, auf dem Parkplatz, hatten leider nur noch
wenige das Glück rund 20 Bienenfresser auf der Durchreise
zu beobachten.

Fazit: Der kleine Rundgang hat allen
gezeigt, dass solche Biotope kleine Hotspots der
Artenvielfalt auf der Schwäbischen Alb sind und es
sich dafür lohnt aktiv sich für den Erhalt einzusetzen.
Durch die gemeinsamen Pflegemaßnahmen, das
Engagement der beiden Naturschutzverbände in
Zusammenarbeit mit dem Landschaftserhaltungsverband sind
wir auf einem guten Weg diese besonderen Lebensräume zu
sichern.
Bilder von Eberhard Wurster, Michael
Nowak und Text von Michael Nowak
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NABU Sommerfest
Liebe Aktive und Freunde unserer
Ortsgruppe,
auch in diesem Jahr wollen wir
das NABU-Sommerfest unserer Gruppe Mittleres Filstal und
Lautertal am Samstag, den 16. August 2025 ab 18 Uhr
am Baierhof bei Süßen feiern, ihr alle seid dazu sehr
herzlich eingeladen!
Wie in den vergangenen Jahren wollen
wir am Lagerfeuer gemeinsam Grillen! Die Getränke werden
zur Verfügung gestellt, das Grillgut und Salate bitte
selber mitbringen, ebenfalls das Besteck, Teller und
Gläser!
Bei schönem Wetter findet das Fest
in den Außenanlagen des Baierhofs statt, bei sehr
schlechtem Wetter fällt das Sommerfest aus.
Ansprechpartner bei Rückfragen ist
Wolfgang Jakob, Tel. 07162 41055 und Bernd Wacker, Tel.
07162 461075. Wir freuen uns auf euer kommen!
Bericht:
Trotz unbeständiger Wetterlage
konnte das Sommerfest in gewohnter, ausgelassener Stimmung
gefeiert werden. Auch zwei kurze Regenschauer während des
Grillens am Lagerfeuer taten der guten Stimmung keinen
Abbruch, was auch dem hervorragenden Salatbuffet und der
Kuchenauswahl geschuldet war! Bis zum späten Abend hinein
wurde gelacht, ausgetauscht und diskutiert bis sich die
Gäste dann langsam auf den Heimweg machten!
 

Text und Bilder: W.Jakob
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Pressemitteilung
des NABU Mittleres Filstal und Lautertal
24.07.2025
Keine
gute Nacht für den Igel
NABU weist auf immer
häufigere Verletzungen durch Mähroboter hin
Süßen – Der Igel steht vor
großen Herausforderungen. Seine Lebensräume in der
Agrarlandschaft schwinden und die neue Zuflucht in Gärten
und Parks entpuppt sich als zunehmend gefährlich.
Schätzungen zufolge leben dort trotzdem bis zu neunmal so
viele Igel wie in der freien Landschaft.
Igel fallen Mährobotern
häufig zum Opfer
In der vermeintlichen Idylle sehen
sich Igel seit einigen Jahren mit einer neuen
Bedrohung konfrontiert, die unvermittelt auftaucht:
Mähroboter. Sie sind meistens nicht clever genug,
um Igel zu erkennen,
wie die Igelforschungsgruppe am Leibniz-Institut für
Zoo- und Wildtierforschung herausgefunden hat.
Denn: Igel flüchten nicht bei
Gefahr, sondern kugeln sich ein.
Eigentlich ein sehr cleveres Verhalten, wenn man ein
Stachelkleid besitzt. So spart man Energie für Flucht oder
Kampf.
Aber leider fatal angesichts von Straßenverkehr – und
Mährobotern Eine Begegnung mit einem Mähroboter
endet für Igel häufig katastrophal.
Igelschützerinnen und -schützer
berichten von Schnittwunden und abgetrennten
Gliedmaßen bis hin zu tödlichen Verletzungen.
Etwa die Hälfte der verletzt aufgefundenen Igel überlebt
nicht.
Hinzu kommt die hohe Dunkelziffer: Viele verletzte
Stachelträger verkriechen sich unter einer Hecke und
verenden dort unbemerkt.
Mähroboter-Verkauf um
45 Prozent angestiegen
Erst kürzlich wurde vermeldet, dass
der Mähroboter-Absatz in den ersten Monaten dieses Jahres
um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen
ist. Mit der wachsenden Verbreitung der Mähroboter hat
auch die Zahl verletzter Igel stark zugenommen,
erklärte kürzlich die Landestierschutzbeauftragte in
Baden-Württemberg,
Julia Stubenbord. „Der Konflikt
zwischen Igel und Roboter ließe sich ganz einfach
vermeiden. Da Igel überwiegend nachts und in der
Dämmerung unterwegs sind, sollte man die Roboter nur
tagsüber und unter Aufsicht betreiben.
Das leitet sich aus dem
Tierschutzgesetz und dem Naturschutzgesetz ab:
Tieren darf man kein vermeidbares Leid zufügen“, so
der NABU- Mittleres Filstal und Lautertal.
Wir fordern daher ein
Nachtfahrverbot, Köln und Mainz etwa haben das
bereits eingeführt, in weiteren Städten und Gemeinden wird
ebenfalls an entsprechenden Regelungen gearbeitet.
NABU lehnt Mähroboter
ab
Mähroboter sind nicht nur eine
Gefahr für Igel, sondern auch für viele Kleintiere und
Jungvögel, die ihre ersten Flugversuche starten und
auf dem Rasen landen.
Und sie vernichten die
Lebensgrundlage zahlreicher Insekten. Kurz
geschorene Rasen bieten keinerlei Nahrung für Wildbienen,
Schwebfliegen und Schmetterlinge, da Gänseblümchen,
Löwenzahn oder Gundermann gar nicht zum Blühen kommen.
Wenn man auf Mähroboter nicht verzichten will, sollten
diese nur tagsüber und unter Aufsicht den Rasen kürzen.
Auch sollten Bereiche des
Gartens ausgespart werden, um Rückzugsräume für Tiere zu
erhalten !
Text von Wolfgang Jakob
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Fledermausbeobachtungen im Schlater Wald und in
Nenningen
NABU/Otto Schäfer, Wochenstube vom Großen Mausohr
Wie jedes Jahr, gleich zu Beginn
der Schulferien, wird unser Fledermausexperte Bernd
Zoldahn zwei Führungen zu diesen ungewöhnlichen
Lebewesen anbieten.
Fledermäuse schlafen mit dem Kopf
nach unten, fliegen mit den Händen und sehen mit den
Ohren!
Wir können sie nicht hören, und dennoch sind ihre Rufe so
laut wie ein Presslufthammer.
Lassen sie sich von uns in die faszinierende
Welt der Fledermäuse entführen. Hierzu treffen wir
uns am Freitag, 01.08.2025 um 20:15 Uhr am ersten
Wanderparkplatz im Schlater Wald (von Süßen
kommend). Gleich einen Tag später werden wir uns zu den
Großen Mausohren begeben.
Der Nenninger Kirchturm beherbergt
seit langer Zeit eine Wochenstube von einigen hundert
Tieren. Ohne die Tiere dabei zu stören, lassen sie sich
beim abendlichen Ausflug in ihr Jagdrevier gut beobachten.
Hierzu trifft man sich am Samstag, 02.08.2025 um 20:45
Uhr an der katholischen Kirche in Nenningen.
Beide Veranstaltungen sind auch
besonders für Familien mit Kindern (ab Grundschule)
geeignet. Wer sich schon vorab über diese spannenden Tiere
informieren möchte, sollte unbedingt die Seite der
Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg
e.V. besuchen: https://www.agf-bw.de/
Bei eventuellen Rückfragen:
Michael Nowak (07161 - 84022) oder unter info@nabu-fils-lauter.de.
Gäste sind stets willkommen !
Bild von NABU/Otto Schäfer und Text
von Michael Nowak
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Naturkundlicher Rundgang im Betreuungsgebiet Rohrwasen
Durch die Wasserbüffel ist
der Rohrwasen schon vielfach durch die Presse
gegangen und ist inzwischen über die Landkreisgrenze
bekannt. Das Feuchtgebiet entstand auf Initiative des NABU
zusammen mit der Gemeinde Heiningen.
Es ist ein Naturjuwel aus
zweiter Hand und mit seinen rund 5 Hektar gibt es fast
kein vergleichbares im Landkreis.
Sie können dieses Kleinod mit allen
Sinnen erleben, erfahren so manches über die Tier- und
Pflanzenwelt.
Dazu treffen wir uns am Freitag, 11.07.2025 um 17:30
Uhr auf dem Parkplatz gegenüber der Einfahrt zum
Hallenbad am Ortseingang Heiningen.
Bericht:
Der 11. Juli 2025 – 1989
deklarierte die UNO am 11.7. den internationales
Weltbevölkerungstag, da mit steigender Bevölkerung u.a.
auch Herausforderungen und Probleme einhergehen. Ganz so
dramatisch war es auf unserer Führung allerdings nicht !
Herausfordernd ja, da erfreulicherweise
fast 40 Naturinteressierte, darunter auch Kinder und
Jugendliche der Einladung gefolgt sind. Hier alle
unter „Dach und Fach“ zu bringen war auch herausfordernd –
aber man macht dies sehr gerne, um die Wichtigkeit zum
Schutz der Natur zu vermitteln. Leider konnte wohl
nicht auf alles eingegangen werden.
Aber Rückfragen sind jederzeit möglich (siehe weiter
unten) !
Manches, wie Feldhase & Co
nahmen sogar Reißaus, da mit so vielen Leuten die
Tierchen nicht gerechnet haben. Auch Frau Grünes
Heupferd ereilte eine rettende Hand vor den
zahlreichen Füßen und wurde behutsam in sicheres Terrain
gebracht.
Von
verschiedenen, im Gebiet brütenden Vogelarten, konnte
man ein paar der kunstvolle Nestformen bestaunen.
Die Vögel dazu waren an diesem Tag
sehr verhalten und wurden meist nur akustisch
wahrgenommen, wie z.B. die jungen Zwergtaucher, den
Teichrohrsänger und die Wasserralle. Die
Protagonisten für viele – die Wasserbüffel - fehlten
allerdings noch und sie sah man nur auf einer der 4
neuen Infotafeln am Beobachtungsstand.
Sofern etwas zu kurz gekommen ist
oder sich noch offene Fragen ergeben haben – rufen Sie uns
gerne an !
Die Kontaktdaten finden Sie links im Menüpunkt
Vorstand.
Oder Sie schicken uns eine E-Mail info@nabu-fils-lauter.de.
Und wer sich aktiv für den Erhalt
vom Gebiet einbringen möchte:
Wir freuen uns auf die Unterstützung und nehmen dich/Sie
gerne, natürlich unverbindlich, in unseren Verteiler auf.
So bleibt man UpToDate: Zum
Schluss noch DANKE für das großartige Interesse
ihrerseits an diesem Tag !
Bilder und Text von Michael Nowak
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Pressemitteilung des NABU Mittleres Filstal und
Lautertal 19.06.2025
Naturbegeisterte gesucht:
Mitglied beim NABU Mittleres Filstal und Lautertal
werden und die Natur vor der Haustüre schützen
Werbeaktion
von Tür zu Tür startet am 30. Juni im Bereich des
mittleren Filstal
Nisthilfen für Vögel, Anlegen von
Amphibienteichen und die Pflege von Orchideenwiesen,
mit viel Herzblut und Tatkraft machen sich die Aktiven vom
NABU Mittleres Filstal und Lautertal
für die Vielfalt und den Schutz der Natur im Mittleres
Filstal und Lautertal stark.
"Damit wir unsere Naturschutzprojekte
verwirklichen und politisch für die Belange der Natur
eintreten können,
setzen wir auf eine starke Gemeinschaft mit vielen
Mitgliedern beim NABU", sagt W. Jakob, Sprecher des NABU
Mittleres Filstal und Lautertal. "Deshalb starten wir am
30. Juni eine Mitgliederwerbeaktion, um noch mehr Menschen
für den Naturschutz zu gewinnen."
In den kommenden Wochen ist ein
Team naturbegeisterter junger Menschen im Auftrag des NABU
im Gebiet des NABU Mittleres Filstal und Lautertal
unterwegs. Sie gehen von Tür zu Tür und fragen die
Einwohnerinnen und Einwohner, ob sie den Naturschutz
regelmäßig mit einer NABU-Mitgliedschaft unterstützen
möchten. Die jungen Menschen sind an ihrer Kleidung mit
NABU-Logo sowie ihrem NABU-Mitarbeitendenausweis erkennbar
und nehmen auf keinen Fall Bargeldspenden an.
"Unsere Gruppe freut sich auf
viele neue Mitglieder und Menschen, die ehrenamtlich
aktiv werden möchten.
Als NABU-Mitglied setzen sie ein starkes Zeichen für den
Naturschutz finanziell und auch politisch", sagt W. Jakob.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich
beim NABU Mittleres Filstal und Lautertal einzubringen,
spezielle Vorkenntnisse sind dafür nicht nötig.
Beispielsweise freut sich der NABU Mittleres Filstal und
Lautertal über neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die
bei der Nistkastenpflege, beim Pflegen unserer Biotope und
bei der Streuobstwiesenpflege dabei sind.
"Wir freuen uns auf alle, die uns
unterstützen und der Natur den Rücken stärken möchten -
als einfaches oder noch besser als aktives Mitglied", so
W. Jakob.
Kontakt für Rückfragen:
Wolfgang Jakob Tel.: 07162 41055 oder E-Mail info@nabu-fils-lauter.de
Text von Wolfgang Jakob
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Biotoppflege Rohrwasen - der Goldrute auf den Pelz
rücken
Der abschließende Satz vom
letztjährigen Einsatz (23.05.2024) war:
Die erste Auseinandersetzung fiel zugunsten von uns
aus.
Aber dabei wird es nicht bleiben,
aber mal schauen wer den längeren Atem hat.
Uns ist aber auch klar, dass die Maßnahme nur Früchte
trägt, wenn man konsequent jetzt dran bleibt – also es
folgen noch weitere Einsätze und jene, die aufgrund der
Witterung (Dauerregen) abgesagt haben, was auch absolut in
Ordnung ist und keiner deshalb ein schlechtes Gewissen
haben muss, bekommen in Zukunft weitere Chancen sich mit
der Goldrute auseinanderzusetzen.
Am 10.06.2025 wurde die
Chance genutzt, durch weitere „Aktivisten/innen“,
um bei bester Witterung der Problempflanze Solidago
canadensis („Solidago anthropogena“) – zu Deutsch –
Amerikanische Goldrute, zu Leibe rücken bevor die
Wasserbüffel auf die Fläche kommen, die leider diese
Pflanze meiden.
Die Pflanze ist deshalb so
problematisch, da sie durch ihr enormes klonales
Wachstum in der Lage ist, kurz- bis mittelfristig die
heimische, standorttypische Vegetation zu verdrängen.
Die Goldrute bildet durch das sehr dichte Wurzelsystem
einen undurchdringlichen Teppich. Die Flachwurzler lassen
sich aber bei entsprechender Feuchtigkeit samt Wurzel sehr
gut ziehen.
Die letztjährige Aktion zeigt auch,
dass ein solches Vorgehen erfolgreich ist, da auf
den gezogenen Goldrutenteppichen so gut wie keine mehr
vorhanden war und die typische Flora wieder Oberhand
gewinnen konnte.
Wir
bleiben am Ball und sind, was das Schutzgebiet Rohrwasen
angeht, zuversichtlich.
Die Wasserralle, die sich bei
unserer Aktion akustisch beschwert hat, wird es einem
Danken, künftig eine verbesserte Habitatstruktur
vorzufinden. Trotz Bemühungen unserseits kam zwischen der
hübschen Wasserralle und uns keine Kommunikation
zustande, um unser Tun zu rechtfertigen – die
Sprachbarriere war einfach zu groß ??.
Bild und Text von Michael Nowak
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Führung zum Vogel des Jahres 2025 – der Hausrotschwanz
Der Hausrotschwanz ist ein
entzückender Vogel. Ursprünglich Felsbewohner bis ins
Hochgebirge.
Durch seine Anpassungsfähigkeit ist
er inzwischen Charaktervogel menschlicher Siedlungen.
Diese Lebensräume wurden wohl nicht besiedelt, weil das
Rotschwänzchen uns gern hat, sondern weil die „steinigen“
Bauten attraktiv sind.
Wir besuchen bei dieser Vormittags-Exkursion beide
Lebensräume, in der unser Singvogel brütet.
Dazu treffen wir uns am Samstag, 10.05.2025 um 9:00
Uhr auf dem Wanderparkplatz in Oberböhringen
(Altenstädter Str./Am Hetterweg). Inzwischen ist dieser
Parkplatz auch gebührenpflichtig.
Bei Rückfragen: Michael Nowak
07161 / 84022 oder unter info@nabu-fils-lauter.de. Gäste
sind stets willkommen.
Bilder und Text von Michael Nowak
Bericht:
Eine
kleine Gruppe hat sich am gebührenpflichtigen Parkplatz
eingefunden.

Jemand war so nett und hat einen Hinweis an den
Parkautomaten angebracht mit dem Schriftzug
„Parkautomat defekt, …“ ein verspäteter Maischerz?
– egal, hat uns auf jeden Fall Geld gespart, welches
sinnvoller anderweitig eingesetzt werden kann ??.
Bei +7°C und vollem Sonnenschein wurden die natürlichen
Brutgebiete im NSG Hausener Felsen aufgesucht.
Der Hausrotschwanz dort warnte wegen der
Anwesenheit von zwei Wanderfalken.
Zurück über die Feldflur, den Rastgebieten während der
Zugzeit, zeigte sich eine Dorngrasmücke mit
Gesang und Thunbergschafstelzen auf einer frisch
abgemähten Wiese. Bluthänflinge erfreuten sich an
den Löwenzahnsamen.
Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen am Dorfrand zeigte
sich u.a. ein Hausrotschwanz-Männchen vom Vorjahr, im
sogenannten „cairei“-Kleid und sang um die Gunst
eines Weibchens auf höchster Warte eines Strommastes.
Brutbiologisches kam auch nicht zu kurz einschließlich
Zugwege, Mischbruten, … und Anschauungsmaterial.
Insgesamt betrachtet war es eine nette, schöne
Rundwanderung für unseren Vogel des Jahres, welcher
uns schon vor Sonnenaufgang seine Strophen vorträgt, die
Schuster, L. 1903 wie folgt niedergeschrieben hat:
„Rauh, ungeschliffen, naturwüchsig wie das zackige
Felsengestein, so ist auch das Liedchen des Hausrötels“.
Bilder von Michael Nowak und Wolfgang Jakob; Text von
Michael Nowak
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Exkursion zu den Lurchis
Was machen die Frösche, Kröten,
Unken und Molche? Und was hat das mit uns zu tun?
Es ist erst wenige Wochen her, da
begannen die Frosch- und Krötenwanderungen wie jedes Jahr
auch im Landkreis Göppingen. Amphibien sind für die die
Fortpflanzung auf Laichgewässer angewiesen. Je nach Art
werden größere oder kleinere Gewässer aufgesucht, vom
größeren Teich bis zur kleinsten Pfütze.
Gewandert wird vom Winterquartier
aus über Stock und Stein bevorzugt in feucht-"warmen"
Nächten von Februar bis April. Dabei werden oft seit
vielen Jahren bevorzugte Strecken zurückgelegt von wenigen
Metern bis zu vielen hundert Metern. In manchen Gebieten
müssen Straßen überquert werden und wo es noch keine
gesicherten Durchlässe oder freiwillige Helfer gibt, sind
jedes Jahr Verkehrsopfer vor allem bei den Erdkröten und
Grasfröschen zu beklagen.
Gerade bei diesen häufigeren Arten
gibt es in den letzten Jahren zum Teil starke Rückgänge,
nachdem die Anzahl der Tiere schon seit mehreren
Jahrzehnten stetig zurückging.
Wie kann das sein? Sind es die
vielen Autos auf den Straßen? Sind es die Feuchtbiotope
die weniger werden? Ist es die immer intensivere
Landwirtschaft? Ist es der stärker werdende Klimawandel?
Die Fragen sind, wie so oft nicht,
nicht einfach zu beantworten. Sicher ist aber, dass alle
genannten Faktoren eine Rolle spielen können. Doch gibt es
große lokale Unterschiede, wenn man genauer draufschaut.
Auch gibt es Populationen die nur wenig zurückgegangen
sind.
Und es gibt auch ermutigende
Beispiele. Dort wo die Biotope gut gepflegt und die
Bedingungen für die Amphibien verbessert werden, können
sich die Bestände erholen. Dabei muss insbesondere in den
letzten Jahren darauf geachtet werden, dass es längere
Trockenperioden gibt und der Regen die kleineren Gewässer
nicht regelmäßig nachfüllt.
Wer mehr über die Amphibien im
Landkreis und darüber hinaus erfahren möchte ist
eingeladen an der kostenlosen 'Exkursion zu den Lurchis'
teilzunehmen. Hier gibt Wissenswertes über die Lebensweise
dieser schönen und interessanten Tiere. Frösche,
Kröten und vielleicht auch andere Lurche können am
Feuchtgebiet Turm aus nächster Nähe beobachtet werden!
Die Führung ist geeignet für Jung
und Alt (auch Kinder ab Grundschulalter) und findet bei
jedem Wetter statt. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz
beim Grünenberg (ehemaliger Grüngutplatz) am Freitag
2.Mai.2025 um 18 Uhr.
Bernd Wacker freut sich auf Euer /
Ihr Kommen.
Bericht:
Bei schönstem Wetter konnten 30
Besucher die wunderbare Natur am Feuchtgebiet Turm
genießen. Besonders die Kinder, die zahlreich dabei waren,
freuten sich über die vielen Wasserfrösche die im und am
Teich zu sehen waren.
Sogar das Froschhüpf-Spiel klappte
auf Anhieb: Gaaanz leise und vorsichtig langsam an die
Frösche anschleichen, dann wenn sie noch nicht weggehüpft
sind, gaanz vorsichtig mit dem Zeigefinger gaanz leicht
anstupsen und dann hüpfen sie, platsch, ins Wasser.
Aber das war nicht alles, was es zu
sehen gab:
Aus nächster Nähe konnten die
wunderhübschen Laubfrösche, Große und Kleine angeschaut
werden. Diese Einheimischen Frösche sind ganz besonders,
sie können an glatten Flächen hochklettern und wechseln
die Farbe!


Bei den Kröten sind besonders die
Augen sehr schön anzuschaun. Die einheimischen
Wechselkröten sind wuselig wie Mäuse. Sie kommen
allerdings im Landkreis Göppingen im Gegensatz zu den eher
behäbigen Erdkröten nicht in der Natur vor.
Auch Froschlaich, Kaulquappen
und Bergmolche konnten genau angeschaut werden. Unter dem
Mikroskop waren die kleinen Lebewesen, die unter Wasser
leben, zu sehen.
Bernd Wacker erzählte noch Vieles
über die Lurche und die Zeit verging wie im Fluge. Gegen
später gab es noch ein schönes Froschkonzert.
Happy und zufrieden über die schöne
Natur, die wir um uns haben, ging es noch vor
Sonneuntergang auf den Heimweg.
Die Bilder am Turm von den Tieren
wurden von Amelie (9 Jahre), die von den Menschen von
Walter und Bernd (Ü 60) aufgenommen. Text: Bernd Wacker
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Der richtige Schnitt von Obstbäumen auf der
Streuobstwiese
Wie junge Obstbäume und alte Streuobstbäume
geschnitten werden sollen, das wird in diesem Kurs
vermittelt.
Die Streuobstflächen um unsere Städte und Dörfer hier in
der Region bereichern das Landschaftsbild und haben einen
hohen Stellenwert in der Biodiversität. Diese
Streuobstbestände sind jedoch zum Teil lückenhaft,
überaltert und in einem allgemein schlechten Zustand. Auch
Baumaßnahmen haben diese wertvollen Streuobstwiesen in den
letzten Jahren reduziert. Dadurch wird die ökologische
Funktion dieses Biotoptyps stark beeinträchtigt.
Warum sind Streuobstwiesen erhaltenswert?
- mehr als 1000 wirbellose Tierarten kann ein einziger
Apfelbaum beherbergen wie Schmetterlinge, Käfer,
Ameisenarten, Wespenarten, Würmer und Schnecken
- bis zu 40 Vogelarten können in einer Streuobstwiese
leben wie verschiedene Meisenarten und Spechte,
Steinkauz, Wiedehopf, Wendehals oder Gartenrotschwanz
- Streuobstwiesen sind Bausteine für die
Biotopvernetzung
- sie schützen und prägen den Siedlungsrand
- sind ein wichtiger Bestandteil unserer
Kulturlandschaft
Oft sind es Naturschutzvereine und -verbände wie der NABU,
die sich für den Erhalt der Obstwiesen einsetzen. Wir
haben in den letzten Jahren zahlreiche Projekte zur
Nutzung von Streuobstwiesen initiiert und auch neue
Obstwiesen, Obstalleen und -lehrpfade angelegt. Für den
Erfolg einer Obstbaumpflanzung ist jedoch eine regelmäßige
Pflege gerade in den ersten Jahren unerlässlich.
Warum überhaupt schneiden?
Hochstämmige Obstbäume sind langlebige Gehölze, die bei
guter Pflege ein Ertrags- und Lebensalter von fünfzig bis
einhundert Jahren erreichen. Im Vordergrund steht in den
ersten Jahren nicht der Fruchtertrag, sondern ein zügiger
Aufbau des Kronengerüsts. Die Ertragsphase bei diesen
Obstgehölzen beginnt in der Regel ab dem 7. bis 12.
Standjahr und hat ihren Höhepunkt oft erst im Alter von 30
bis 50 Jahren. Wir zeigen ihnen was sie bei einem Erziehungsschnitt
in den ersten Jahren nach ihrer Pflanzung von jungen
Obstbäumen beachten müssen. Außerdem werden wir Ihnen auch
einen Verjüngungsschnitt an alten Obstbäumen
vermitteln.
Der NABU Mittleres Filstal und Lautertal bietet allen
interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen
Obstbaumschnittkurs am Samstag, 15. März 2025 um 13.00
Uhr in den Wiesgärten
an. Ausweichtermin bei ganz schlechtem Wetter 22. 3. am
gleichen Ort auf der Wiese zwischen Süßen und Donzdorf
nähe Bayerhof. Wolfgang Nägele, Peter Menrad, Markus
Pressmar und Eberhard Herrmann freuen sich auf Ihr
Interesse.
Bei Fragen wenden sie sich an Eberhard Herrmann, Tel.:
07162/6262 oder Wolfgang Jakob 07162/41055
Bericht:
Über 30 Interessierte waren bei
bedecktem Himmel und kühler Witterung auf das Grundstück
des Naturschutzbundes Mittleres Filstal und Lautertal
(NABU) in den Wiesgärten zwischen Süßen und Donzdorf
gekommen, um Kenntnisse über den Baumschnitt an
Streuobstbäumen zu erlernen oder zu erweitern. Eberhard
Herrmann vom NABU begrüßte die Teilnehmer zum Kurs
„Schnittunterweisung an Hochstämmen im Streuobstbau“.
Mit Hilfe von Profis im
Obstbaumschnitt, Wolfgang Nägele, Peter Menrad
und Markus Pressmar konnte in zwei Gruppen der
Erziehungsschnitt an frisch gepflanzten Apfelbäumen
erläutert werden. Dieser muss in den ersten Jahren
konsequent erfolgen, damit der Baum eine schöne und lichte
Krone aufbaut. Fachmännisch demonstrierten sie, wie man
Leitäste mit Holunderstreben abspreizt und Fruchtäste
herunterbindet. Danach wurden 10- und 20-jährige Bäume
geschnitten, um den Kursteilnehmern den Schnitt zur
weiteren Entwicklung der Bäume zu demonstrieren. Ebenso
wurden auch die alten Bäume thematisiert wie mit wenigen
Schnitten diese vitalisiert und somit wieder fit für
weitere Jahre sind.
Markus
Pressmar erklärt wie wichtig es ist, dass die
Veredlungsstelle bei der Pflanzung aus der Erde
schaut.
Unsere Dörfer und Städte hier in der
Region waren meistens umgeben von
Streuobstwiesenbeständen. Baumaßnahmen haben diese
wertvollen Lebensräume in den letzten Jahren erheblich
reduziert. Deshalb müssen die Kommunen umdenken und
sorgsamer und sensibel mit dem Grund und Boden ihrer
Gemarkung umgehen, das meinten die drei Dozenten. Ebenso
ermutigten sie die Kursteilnehmer, nicht nur ihren alten
Baumbestand zu pflegen, sondern auch rechtzeitig mit
Neupflanzungen zu verjüngen. Zudem ist ein immer stärkerer
Mistelbefall der Apfelbäume zu beobachten. Der NABU und
der Landkreis Göppingen haben Informationsbroschüren zu
diesem Problem verfasst, in denen erklärt wird, wie
wichtig es ist, bei der Baumpflege die Misteln zu
entfernen.

An einem jungen Apfelbaum zeigen Wolfgang Nägele und
Peter Menrad den Erziehungsschnitt.
Im Namen des NABU und der Teilnehmer
bedankte sich Eberhard Herrmann bei Wolfgang
Nägele, Peter Menrad und Markus Pressmar für ihre Hilfe
und wies darauf hin, dass an gleicher Stelle im nächsten
Jahr wieder ein Schnittkurs stattfinden wird.
Bilder von Walter Schmid und
Eberhard Herrmann; Text von Eberhard Herrmann
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Arbeitseinsätze Nenningen und Eichbühl
Die letzten 2 Arbeitseinsätze im
Februar erfolgreich abgeschlossen !
NENNINGEN. Am 15. Februar stand auf dem Plan, die Sommerresidenz
der Großen Mausohren zu reinigen, eine typische
„Kirchenfledermaus“. Wer hat es denn nicht gerne sauber,
wenn man vom Winterquartier ins Sommerquartier zieht.
Einige Kilo „Schwarzes Gold“ wurden in der Nenninger
Kirchenzwiebel abgebaut und mittels Rohrsystem in tiefere
Etagen befördert - dort in Säcke abgefüllt und den
wertvollen Dünger abgefahren.
Dank zahlreicher Helfer/innen war
die Stubenreinigung mit Bäsa, Kehrwisch, Kuddrschaffl und
Oimer an deam Samschdag in einer guten Stunde erledigt.
AM EICHBÜHL. Gleich eine Woche
später, am 22. Februar war wieder Frischluft angesagt bei
frühlingshaften Temperaturen. Anstatt Glockengeläut
zwitscherten uns die Vögel ihre Liedchen –
Zitronenfalter und Kleiner Fuchs waren die bunten
Farbtupfer am Eichbühl. Aufgrund der ausgefallenen
Beweidung in 2024 war der Aufwuchs an Brombeeren, … extrem
stark, sodass eine Mulchraupe vorab zum Einsatz kam.
Unsere Aufgabe waren noch Restarbeiten mit Motorsäge,
Freischneider und das Abräumen vom Schnitt-/Mulchmaterial.
Nun sind die Hangflächen wieder offen.
Alle haben sich wieder so richtig
ins Zeug gelegt und die ein oder andere Schweißperle ist
geflossen. Ganz herzlichen Dank dafür, egal wie viel und
lange jede/r Einzelne gearbeitet hat.
Weil ich es nicht besser hätte zum
Ausdruck bringen können, möchte ich hier 5 Sätze noch
ergänzen, die Eberhard Wurster (BNAN und NABU), den ich
sehr schätze, einmal geschrieben hat:
„Jede Mitarbeit ist wichtig und
wertvoll. Nur als Team können wir unsere Ziele, den Erhalt
wertvoller Lebensräume, den Erhalt unserer Flora und
Fauna, erreichen. Je größer dieses Team ist, desto kleiner
ist die Belastung jedes einzelnen. Wenn du etwas für
unsere heimische Natur machen willst, wenn du unser Team
unterstützen willst, dann komm nächstes Jahr einfach mal
vorbei. Es lockt dann zum Saisonende die Einladung zum
Helferessen“.
Bilder von Kathleen Dirr-Galisch und
Elvira Denzinger; Text von Michael Nowak
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Biotoppflege Samstag, 8. 2. 2025 Immenhalde Süßen
Der nächste Einsatz steht schon
wieder kurz vor der Türe. Am Samstag, 8. 2. 2025 treffen
wir uns dazu direkt vor Ort ab 9:00 Uhr in der
Immenhalde (siehe
Karte) zwischen Süßen (am südlichen Ende des
Industriegebiet Schelmenwasen) und Salach (Industriegebiet
Dugendorf). Die Pflegearbeiten werden wohl bis zum Mittag
gehen. Es gibt auf jeden Fall viel zu tun. An diesem
Nordhang müssen die Obstbäume geschnitten und der
Baumschutz für die Beweidung erneuert oder ausgebessert
werden. Weiter ist der Rückschnitt einzelner Hecken im
Randbereich geplant. Wir würden uns über zahlreiche
helfende Hände freuen. Gerne auch Rückmeldung, wer sich
ein wenig Zeit einplanen kann. Vielen Dank.
Bei eventuellen Rückfragen: Eberhard
Herrmann, Markus Pressmar, Peter Menrad kontaktieren.
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Erfolgreicher Abschluss der Biotoppflege in den
Wiesgärten am 25.01.2025
Dank der zahlreichen Helfer/innen,
13 an der Zahl, und der sehr guten Witterung konnten die
geplanten Biotoppflegearbeiten vollständig erledigt
werden.
Zwischendurch gab es ein Vesperle
und flüssige Seezüngle in den Geschmacksrichtungen
Kirsche, Birne, Träuble und Rhabarber, damit man voll
Energie und Elan zum Endspurt gestartet ist, um
rechtzeitig, wohlverdient, ins Wochenende gehen konnte.
Neben der mosaikartigen Mahd der
Feuchtwiese bzw. Hochstaudenflur und Brombeerrückschnitt
waren noch Gehölzpflegearbeiten an den Feldhecken
notwendig. Das Schnittgut wurde in die Benjeshecke entlang
eines Feldweges eingearbeitet.
Ziel der Pflegemaßnahmen war die Vielfalt der
unterschiedlichen Vegetationsstrukturen zu verbessern.
Dies fördert u.a. die größeren Bestände an
Sumpfdotterblumen und vielen weiteren Pflanzen- und
Tierarten.
Bilder von Kathleen Dirr-Galisch, Wolfgang Jakob und Elvira
Denzinger; Text von Michael Nowak
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Landschaftsschutz jetzt, so kann es nicht weitergehen
Der NABU im Mittleren Filstal
und Lautertal fordert weniger Flächenverbrauch. Ein
klares Nein zu dem geplanten Gewerbegebiet „IKG Auen“.
Im Jahr 2023 wurde täglich eine
Fläche von rund 55 Hektar (ca. 77 Fußballfelder) als
Siedlungs- und Verkehrsfläche neu ausgewiesen - meist zu
Lasten der Landwirtschaft und fruchtbarer Böden. Die
Bundesregierung hat sich deshalb im Rahmen der Deutschen
Nachhaltigkeitsstrategie zum Ziel gesetzt, bis 2030 den
Flächenverbrauch für Siedlungen und Verkehr auf unter 30
Hektar pro Tag zu verringern.
Die Zahl macht deutlich, dass diese Zielsetzung vor Ort
von der politischen Basis noch ignoriert wird. Die Fakten
sind bekannt. Zwischen Süßen und Gingen soll auf einer
landwirtschaftlichen Fläche ein Gewerbegebiet von ca. 6,5
Hektar entstehen. Mit gravierenden Folgen für unsere
Umwelt. Die Anzahl der unterschiedlichen Biotoptypen im
Plangebiet zeigt die Strukturvielfalt des Gebietes auf.
Neben bestehendem Streuobstbestand, Feldhecken, Gebüschen,
und Baumgruppen, werden Teile des Gebietes als
Ackerflächen und Grünland genutzt. Das Gebiet weist somit
eine hohe ökologische Gesamtwertigkeit auf.
Die vorgelegte
Habitatpotentialanalyse verdeutlicht die Wertigkeit des
Gebietes als Lebensraum für streng geschützte und
besonders geschützte Arten. In mindestens 6
Streuobstbäumen finden sich Höhlen mit vorhandener
Holzzersetzung. Der Lebensraum von Höhlenbrütern,
Fledermäusen und auf Totholz angewiesene Käfer liegt somit
vor.
Darüber hinaus liegen geeignete Habitate für die
Zauneidechse vor. Zudem befindet sich in diesen
Wiesenflächen eine nach EU-Recht geschützte FFH Mähwiese.
Durch den Verlust dieser hochwertigen landwirtschaftlichen
Anbauflächen wird die Landwirtschaft doppelt
benachteiligt. Einmal durch den Verlust der Flächen und
zum anderen durch die Bereitstellung von weiteren
Ausgleichsflächen.
Eine Bebauung führt zu
kleinklimatischen Veränderungen und einer Unterbrechung
der Frischluftzufuhr für Süßen, was nicht nur das
Wohlbefinden der Menschen beeinträchtigt, sondern auch im
Kleinen durch die Aufheizung der versiegelten Flächen zur
Beschleunigung der Klimakatastrophe beiträgt. Die Folge
ist eine anwachsende Hochwassergefahr und eine gestörte
Grundwasserneubildung. Wassergewinnung aus Brunnen wird in
der Zukunft immer wichtiger, deshalb sind die Auen neben
einem Wasserschutzgebiet immens wichtig. Auch das
Insektensterben wird durch diese Bodenversiegelung weiter
beschleunigt. Zahlreiche andere Arten, wie die Goldammer,
sind natürlich auch betroffen.
Gehen Sie zwischen Süßen und Gingen spazieren und stellen
Sie sich vor Ihrem geistigen Auge die Gewerbebebauung
zwischen Querspange und B466 vor.
Für den NABU ist es daher eindeutig, dass wir uns auf die
Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen besinnen
müssen, wie es im Artikel 20a des Grundgesetzes als ein
Staatsziel der Bundesrepublik ausgeführt wird. Deshalb
lehnt die Vorstandschaft des Nabu Mittleres Filstal und
Lautertal die Entwicklung und den daraus folgenden
Flächenverbrauch für das Gewerbegebiet "Gewerbepark Auen"
ab.

Bild
und Text von Eberhard Herrmann und Bernd Wacker
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Pressemitteilung:
NABU Gruppe Süßen und Umgebung gibt sich einen neuen
Namen
Die NABU Gruppe Süßen und Umgebung
nennt sich ab sofort: „NABU
Gruppe Mittleres Filstal und Lautertal“!
Damit möchte die Ortsgruppe, die ja schon seit Jahrzehnten
im Gebiet des mittleren Filstals und Lautertals aktiv ist,
ihr Tätigkeitsgebiet im Namen besser abbilden. Die Gruppe
ist mit aktiver Naturschutzarbeit in den Städten/Gemeinden
Donzdorf, Gingen, Lauterstein, Ottenbach, Süßen, Salach
und Schlat sowie Heiningen und Eschenbach tätig und
unterhält und pflegt in den meisten genannten
Städten/Gemeinden verschiedene Biotope, Betreuungsgebiete
sowie Naturdenkmale. Ihre nahezu 600 Mitglieder sind auch
auf alle diese Städte/Gemeinden verteilt und finden sich
im neuen Namen besser vertreten.
Die NABU Gruppe erhofft sich mit dem neuen Namen auch eine
bessere Akzeptanz in den oben genannten Kommunen für ihre
gemeindeübergreifende Vereinsarbeit, den Naturschutz kennt
ja bekanntlich keine Grenzen! Die neuen Kontaktdaten der
NABU Gruppe lauten www.nabu-fils-lauter.de
sowie info@nabu-fils-lauter.de
Besuchen sie gerne unsere Homepage, dort werden sie immer
über unsere Veranstaltungen und Aktivitäten auf dem
laufenden gehalten.
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